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farbe bekennen 2010: türkis

woche 13 – farbe türkis. ich will das gleich am montag als erledigt abhaken, weil am freitag, dem 13., habe ich andere dinge zu erledigen. wider den aberglauben habe ich einen friseurtermin ergattert und bin relativ sicher, daß ich hinterher anders aussehe als vorher. ob besser oder schlechter, das vermag ich freilich nicht vorauszusehen. schließlich empfinde ich mich nicht als eine kassandra. also frau himbeermarmelade möchte im projekt farbe bekennen 2010 diese verflixt schwer zu fassende farbe türkis sehen. irgendetwas zwischen blau und grün, variierend zwischen hell und dunkel, ein bißchen cyan, ein bißchen zwischen polarer kälte und wärmender meeresstimmung. dort, wo die palmen wachsen und sie seele baumeln könnte. die anderen beiträge der farbenbekenner findet ihr wie immer im flickr-pool. die motivsuche ist mir fast so schwergefallen wie bei dunkellila. irgendwann bin ich dann aber doch fündig geworden. noch weniger habe ich nur bei bronze – ein einziges foto bis jetzt… kamera/auge hilf!

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auf dem ersten bild ist ein leeres und seit mehreren wochen mit bauzäunen eingerüstetes wasserbassin am roßplatz vor dem ring-café in leipzig zu sehen. glücklicherweise habe ich beim fotografierausflug am samstag mal wieder die andere tasche von meinen insgesamt zwei taschen benutzt. gucke rein, nichts drin – außer ein türkisfarbiges innenfutter. aus der anderen sollte ich mal wieder die kassenbons fischen… auf dem dritten und vierten bild ist die schmucktruhe – das einzige erbstück von meiner großmutter – abgebildet. kurz vor ihrem ersten schlaganfall ist das kästchen auf den boden gefallen und in viele kleine splitter zersprungen. aber die oma hat es wieder geklebt. zwar nicht so schön wie ein restaurator, aber immerhin so, daß es jetzt bei mir steht und die erinnerungen an diese tolle frau wachhält. an einem ihrer späteren geburtstage hatte sie frankfurter kranz gebacken. wirklich jedes stück landete entweder auf dem teppich oder fiel auf dem teller auseinander bzw. in sich zusammen. in der haute cuisine hätte das ja nicht passieren dürfen. geschmeckt hat es trotzdem. auf den nächsten beiden bildern sind mal wieder zwei exponate aus der ostasiatischen sammlung des grassimuseums für angewande kunst zu sehen. (ja, ich habe noch viel mehr!). und schlußendlich habe ich noch den blick durch völlig verdreckte fenster in ein ausgedientes, schummriges waschhaus in der nähe der plattenbauten in der wundtstraße geworfen. durch die hohe luftfeuchtigkeit ist sogar moos an den fliesen gewachsen. und schon tauche ich wieder im türkisblauen wasser ab. nein, war natürlich ein scherz, viel wahrscheinlicher ist eine graue regenfront.

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