Schlagwort-Archive: tier

katzenkissen können nichts

es ist da. eine sie. im tierheim nannte man sie suse. ich denke mir einen neuen namen aus. ich finde, sie sieht nicht wie suse aus. sie ist drei monate alt. fit wie ein turnschuh, spurtet durch die wohnung. guckt sich alles an. schnuppert. spielt mit der maus. spielt mit meinen händen, kneift in meine zehen. hat das katzenklo eingeweiht, futter gekostet. wollmäuse gefangen, die sich unter den schränken versteckt hatten. jetzt hat sie gerade ihren schnurrgenerator angeschmissen und sich neben mir auf dem sofa niedergelassen. sie hat eine schwarze nase, vier weiße socken, alle sind ein bißchen unterschiedlich hochgezogen bzw. runtergeruscht, am bauch hat sie weiße flecken. auf dem rücken könnte man sie für schwarz halten. aber im richtigen licht schimmert ein dunkler tiger hindurch. die schwanzspitze ist hellgrau. sie ist schön, fidel und hält mich auf trab. ich hatte noch nicht mal abendbrot. mal schaun, ob ich überhaupt dazu komme, eure kommentare zu beantworten und eure beiträge zu lesen. ist ja schon wieder nach neun. aber ihr habt sicher verständnis dafür, daß mein kleines katzenkind nach dem aufregenden umzug erst mal viel aufmerksamkeit braucht, um den streß zu verarbeiten. ich tippe einhändig weil ich nebenbei das fellknäul streichele. habt einen schönen abend . ich mußte beim fotografieren leider meistens den blitz benutzen, weil die miez flott bei der spielzeugmausjagd ist und es bereist dämmerte. das katzenspielzeug hat im kampf schon ein auge verloren.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

musik für tiere

galerie potemka in schleußig, aurelienstraße 41

lacht nicht, das gibts wirklich (zur vergewisserung und vergrößerung einfach auf das bild klicken). ich mußte mir zwar auch die sonnengeblendeten augen reiben und guckte die tür zur galerie potemka ziemlich ungläubig an. aber das sind medienkunst-performances von marek brandt. der künstler kreiert sound-vidoe-scapes und bezieht dabei umweltgeräusche und landestypische tierlaute mit ein. alles klingt ein bißchen elektronisch-ironisch, aber am richtigen ort kann ich mir das gut vorstellen. ob es den tieren gefällt, kann niemand mit sicherheit sagen. aber sicher hinterfragt eine solche kunstform das verhältnis von mensch und tier.

von draußen dringen gerade – scheinbar höhnisch – lautstark streitende menschenstimmen in meine wohnung.

hier aber noch eine 2minütige kostprobe von einer performance im ungarischen pécs (die nachbarn hören sich dagegen unmenschlich an):