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waschechter pannentag

gegen das wasser von oben fühle ich mich machtlos, aber muß mir obendrein auch noch das wasser aus der flasche in die gesamte tasche und alles, was frau wortfeile eben so bei sich trägt, fließen, von dort in aller seelenruhe auf mein rechtes hinterteil tropfen, so daß ich aussehe, als hätte ich recht einseitige inkontinenz? derart durchnäßt tappe ich durch einen laden auf der suche nach einem vermaledeiten gegenstand in der farbe dunkellila für das projekt farbe bekennen. während sich die hose auf höhe der arschbacke tröpfchenweise in die farbe dunkelgrau verwandelt.

immerhin fand ich, wonach ich suchte und pirschte mich wandseitig nach hause, um mir scheele blicke zu ersparen. dort legte ich mich und meinen tascheninhalt trocken, um mich dann zum dritten mal auf das farbprojekt dunkellila zu stürzen. wie ich auch fotografierte, an welchen einstellungen ich auch immer rumfummelte, meine kamera ging mit mir konform. sie haßt lila offenbar mindestens genauso wie ich. wie von geisterhand entfernte die knipse aus dem dunkellila des objekts genau wie gestern noch den leisesten rotanteil. auf dem laptop sieht alles aus wie dunkelblau. vollkommen egal, ob ich einen besonders kräftiges rot in den kameraeinstellungen auswähle oder wie ich mich auch sonst noch abmühe, den farbton halbwegs realistisch wiederzugeben. was mache ich bloß falsch? ich komme mir gerade vor wie der letzte narr und ein begossener pudel in personalunion, der noch nie was von fotografie gehört, gelesen oder sie gar erst praktiziert hat. i need help. really badly.

außerdem braucht man mein handy gar nicht erst mit spionagesoftware zu präparieren, um zu wissen, worüber ich gerade spreche. ein freund hat mehrfach meine gespräche in der kantine unfreiwillig mitgehört, weil ich vergessen hatte, die tastensperre zu aktivieren und immer wieder der letzte gesprächsteilnehmer unaufgefordert angerufen wurde. wenigstens hat er es mit fassung getragen und ich habe ihn nicht bei irgendwelchen wichtigen verrichtungen gestört. und glücklicherweise war es ein mobilfunk, für den meine flatrate gilt.

life sucks sometimes.

versklavung durch technik

dem foto nach zu urteilen, habe ich gestern draußen nichts verpaßt außer ein bis viele öffentliche saufgelage, mit allen hinterlassenschaften, die beim männertag dazu gehören. glasscherben, überreste eines einmalgrills, kotze und umgestürzte bauzäune. tja, das war leider keine wand, an der man sich beim heimweg abstützen konnte, weil die schuhe plötzlich vorne immer runder wurden, sondern dieser gegner gab freiwillig nach.

und ich habe mich am gestrigen feiertag fast gänzlich zum sklaven der technik gemacht. und die digitale sklaverei wird mich auch noch ein paar tage weiter verfolgen. durch meine löchrigen finger habe ich zwei falltechnikschäden zu beklagen: handy und externe festplatte (beide mit wackelkontakt). da bleibt mir ja nur noch das technische wettrüsten, denn auf dem alten stand der schlichten gewohnheit gibts einfach nichts mehr. wir hecheln der entwicklung ja fast nur noch hinterher. so erwarb ich eine externe festplatte (1tb), die ich gestern für den arbeitsmac und mein schlepptop partitionierte. das war ja noch die leichte übung. weitaus nerviger waren die schneckenmäßig kriechenden fortschrittsbalken beim backup für den mac und das trotz firewire 800. noch schlimmer war nur noch das formatieren für windows xp in ein ntfs-dateisystem. zwar kann man den rechner getrost nebenbei stundenlang ignorieren, aber die uhr rückte unaufhaltsam vor, bis es schließlich ein uhr war.

leicht unausgeschlafen erschien ich bei der arbeit, kam dennoch gut voran und hatte danach nichts besseres zu tun, als gleich noch mein defektes handy durch ein neugerät zu ersetzen. der programmier- und speicherspaß geht in die nächste runde. und wenn ich dann die daten gesichert habe, brauche ich nur noch eine neue sim-karte, um auch tatsächlich mit dem handy im netz surfen zu können. ich klopfe mir vorsorglich schon mal auf beide pfoten, um das wirklich nur im notfall zu benutzen, denn leider kann ich ja bei der einen arbeit keine privatmails lesen und demzufolge gerate ich in die bredouille, wenn beim anderen job jemand eine sofortige antwort erwartet. ich kann mich nicht entscheiden, welcher druck größer ist: der, nicht ständig verfügbar zu sein oder der, dann doch jetzt mal noch zwischendurch die nachrichten zu checken.

außerdem sieht es in meiner bude langsam aus, wie in einem technikgruselkabinett. überall hängen und liegen kabel, akkus, netzteile rum, so daß ich manchmal schon denke, ich müßte die geräte und die dazu passenden kabel in der gleichen farbe bemalen, um überhaupt noch zu wissen, was jetzt wohin gehört.

nebenbei habe ich noch mein blog-layout geändert. das bot sich bei einem gründlichen wechsel ja geradezu an. mir gefällt daran vor allem, daß die slideshow jetzt viel größer ist und die bilddetails auch besser erkennbar. aber jetzt ziehe ich erst mal die stecker alle raus und lasse die technik technik sein. ja, sie lebt noch. und sie wundert sich wie blöde über den traffic, bis sie sah, daß sie heute auf platz 2 der am schnellsten wachsenden blogs steht. uff, wie ungerecht verteilt die dinge doch manchmal sind… herrlich, wie der topbeitrag oben drüber die ganze chose karikiert.

all denjenigen, die auch ab und zu von diesem ganzen computerfortschritt etwas genervt sind, empfehle ich noch das video der ärger beginnt beim anmachen aus der sendung bauerfeind. genau so siehts nämlich aus.

staubzuchterfolg

behaglich und verdächtig warm wurden meine oberschenkel. keine sorge, ich gebe mir nicht die bild- oder facebookblöße. ich beschreibe nur den zustand, wenn das leicht angegraute laptop vom schreibtisch in eine bequemere position miteinbezogen wird. schon beim starten seufzt, ächzt und saugt der lüfter, als würde ein empfindlicher zahn mit wechselwarmen speisen konfrontiert. war das früher auch schon so? hmmm. auf der tastatur schreiben, macht auch nicht mehr wirklich spaß. beim r knirscht und klemmt wohl ein brotkrümel drunter, und die neun funktioniert nur noch mit kräftig zuhackendem finger. meistens jedoch verweigert sie schlichtweg und mit heftigem widerstand den dienst. neun? nein… kein anschluß unter dieser nummer, nur noch buchstäblich.

gröbliche vernachlässigung. da hilft wohl nur noch aufschrauben und reinigen und ein gaaanz ruhiges händchen und wenn man gläubig ist, vielleicht ein stoßgebet, damit am ende der bildschirm nicht schwarz bleibt. an alle hausstauballergiker: bitte sofort den raum verlassen!  während man sich vorsichtig bis zum lüfter vorschraubt, klappen öffnet und immer wieder denkt – keine falsche bewegung, oder es knallt, wenn du den netzstecker einstöpselst und anschaltest – gelangt man plötzlich an einen etwa ein zentimeter dicken streifen. im ersten moment hält man das vielleicht für einen lüftungsschlitzschutz aus schaumstoff, aber nein, es ist, brrrrrrrrrrrrr, ähx. für’s grobe den staubsauger und für den schmodder feine schwämme. alles wieder in die richtige lage bringen, zuschrauben, stecker rein und… aaah, leises surren. was vorher wie der fön auf heißluftstufe drei für ohnehin ultrakaputtblondierte klang, geht nach der fummelnummer nun wieder dezent im konzert der soundmaschine unter. aber wie blöd ist das denn, daß ich mich jetzt beim schreiben in eine wolldecke wickeln muß?

laptop-innenleben mit 'künstlerisch wertvoller' staubsammlung

staubzuchterfolg: laptop-innenleben mit künstlerisch wertloser sammlung.

murphymuffel

die serielle krise von madame ungeschickt begann harmlos, unscheinbar mit dem tod des laptopnetzteils. während meine 22 jahre alten rft-lautsprecher immer noch pannenfrei und rauschlos musik verbreiten, blinkte in der startleiste die batterieanzeige dauerhaft. der balken sank rapide gen null. es war, wie in solchen fällen meistens, sonntag. keine möglichkeit, mal fix irgendwo ein netzteil zu besorgen. bis montag abend wird es ohne rechner gehen.

montag. im bürogebäude schnell noch ein paar blaue flecken infolge von grobmotorik eingefangen. dann auf das rad und zum nächsten elektrofachmarkt. technikgläubig packte ich den defekten adapter vor der verkäuferin auf den tisch und hoffte darauf, zu einem warenregal mit passendem gerät geführt zu werden. doch der blick der verkäuferin verriet die antwort: so einfach wird das nicht.

verkäuferin: ‚haben sie ihr notebook dabei?‚.

ich: ‚wozu das denn?! ich dachte die angaben auf dem netzteil reichen ihnen.

verkäuferin: ‚aber nicht bei hp, die haben halbe volt- und ampereangaben. und da muß man das am gerät ausprobieren!‚.

ich: ‚geben sie mir irgendeins mit 65 w, 18,5 v und 3,5 a.

verkäuferin (gereizt): ‚das müssen sie schon direkt beim händler bestellen.

ich (frustriert): ‚gibt es keine geräte, deren spannung variabel ist?

verkäuferin (beflissen): ‚probieren sie das mal. wenn es nicht funktioniert, bringen sie es wieder zurück. und auf keinen fall mehr als 18 v einstellen!

und ich brachte das unnütze teil natürlich zwei tage später zurück. in der zwischenzeit hatte ein freund in leipzig einen händler ausfindig gemacht, der originalteile bei ebay anbot. nun glaubte ich porto sparen zu können, wenn ich gleich hinfahre. der chauffeur klingelte an der tür, ich warf noch einen eiligen blick auf anschrift und hausnummer, dann fuhren wir auch schon los. wir kutschierten die straße auf und ab, nr. 40 gab es nicht. wir stiegen aus, tappten die straße entlang, nix. abriß? hmmm, merkwürdig. also nur eine briefkastenadresse. aber wo soll der briefkasten denn hängen? das ergab keinerlei sinn.

wieder zu hause angekommen. ich baute das zweitgerät auf, suchte bei ebay nach der adresse. entsetzt über meinen kopfinternen festplattenausfall, schlug ich mir vor die stirn. normalerweise habe ich ein gutes zahlengedächtnis und auch ein gutes für bilder, nur bei namen hakt es häufiger (das kann ich meistens verbergen). wie kann man eine eckige zahl wie die 4 mit einer runden zahl wie der 3 verwechseln? ich weiß nicht wie, aber es funktioniert! selbstzweifel stoben durch meine hirnzellen. grummel. und wieder gut. einfach schlafen gehen.

am nächsten morgen erwachte ich arglos. mit halbgeöffneten lidern tastete ich mich richtung rechner. musik. aufwachen. ich drückte auf ‚on‘. nix blinkte und surrte. grübel. was ist denn das jetzt schon wieder? will murphy mich zermürben? ich blickte ratlos auf das schwarze display, ging um den tisch und sah den herausgezogenen stecker liegen. mal wieder einen akku richtig ausgereizt… augenrollern, kopfschütteln.

zurück zur tagesordnung. schnell noch den brief vor der arbeit zur post bringen. mit der warteschlange hatte ich gerechnet. endlich vor dem postknecht stehend, wühle ich am rande der niedergeschlagenheit in meiner tasche. leere den inhalt nahezu restlos auf den tresen. kein portemonnaie! wieder nach hause – geld brauche ich ja auch noch für das mittagessen – und ins büro gerast. hechelnd stehe ich in der tür, begrüße die kollegin, packe meine tasche aus und finde nicht: meine kopfhörer. gut, ersatzkopfhörer, die die frisur zwar ruinieren, sind wenigsten vorhanden. kein grund durchzudrehen. ich starte den rechner, starte das programm. minutenlang passiert… nichts. innerlich jaule ich wie ein verlassenes wolfsjunges. ich will nur noch zurück in mein bett. es ist freitag, der 8. mai, und alles läuft schief. müde bin ich, vergeßlich und gereizt. ich bin kurz davor zu explodieren. da guckt die kollegin mich an und meint nur: ‚ja, die haben heute nacht ein upgrade gemacht. vielleicht liegt es daran.‚ ich gebe meinem bürorechner fünf minuten, sich wie ein menschliches hilfsmittel zu verhalten. und siehe da, die seiten bauen sich in sekundenschnelle auf. und die arbeitswoche neigt sich dem ende. ich atme tief durch und lasse kleinlaut den rest des tages über mich ergehen.

der chauffeur wartete nach feierabend bereits auf mich, dieses mal sollte ich ihn in ein anderes fachgeschäft begleiten, aber unser weg würde an hausnummer 30 vorbeiführen. das wollen wir doch mal sehn. auf dem hinweg erspähte ich im vorbeifahren einen laden, über dessen tür der schriftzug ‚fairtrade‘ zu erkennen war. nicht der erinnerte name, aber immerhin ein geschäft. auf dem rückweg bemerkte ich endlich den ersehnten namen an der geschlossenen tür. ja, öffnungszeiten standen da auch. nur wir befanden uns weit außerhalb des zeitlichen rahmens.

heute nacht habe ich mich träumend von murphy getrennt. er hat bitterlich gegreint und gezetert. dennoch haben wir uns geradezu einträchtigt voneinander verabschiedet. und den termin für die nächste begegnung? damit halten wir es ganz zwanglos. wenn es der zufall eben will. das bleibt aber unter uns: bitte nicht heute und morgen!