Schlagwort-Archive: suchbegriffe

begriffenfeldt: ei dohnt spiehk inglisch

kurz angebunden zeigen sich diese wortfetzen an einer tür vom haus des buches (sic!) in leipzig, wo nicht immer in vollständigen sätzen geschrieben wird.

wenn man so gaaar kein englisch kann, ist selbst googles automatische rechtschreibkorrektur bei bestimmten suchanfragen total überfordert. ich habe gestern nacht tränen gelacht und weil es so spät war, ins kissen beißen müssen, als ich endlich verstand, welchen buchstabensalat guido westerwelle (oder sollte ich die anfrage doch gerechterweise günther oettinger zuschreiben?), hier lautsprachlich aufs frisch gebohnerte parkett gelegt hat.

sex veb kam

na, was suchen die wojöhre (das schrieb hier tatsächlich jemand in einem kampfkunstforum) bloß? einen ddr-sexbetrieb, der kam, sah und ging? vermutlich hat google.de ähnliche probleme mit der französischen verhohnepiepelung von sprache. wenn jemand noch andere beispiele hat, immer her damit.

begriffenfeldt: tarnkappe

unsichtbarkeit wünsche ich mir bei manchen suchanfragen. oder zumindest sollte das computerdisplay des suchenden doch so spiegelnd sein, daß er sich selbst sehen kann, wenn er suchanfrage und ergebnisse in relation bringen möchte.

ddr-rasenmähermotor: vielleicht mal bei einem internetauktionshaus anfragen.

nylon strumpfmaske: ich trage keine nylons, auch nicht, um meine identität unkenntlich zu machen.

kinderschauspieler deutsche serien: ich würde deutsche serien nicht weiterempfehlen.

blitzer foto verspiegelte sonnenbrille: als punktesammler können sie bald in flensburg eine tarnkappe bestellen.

implantiertes echthaar: wächst nicht …

serienjunkies erwischt: ein guter fachanwalt für medienrecht kann die strafe vielleicht abmildern.

mülltonnen-deo: öfter leeren und reinigen.

podologe fetisch: an der käsetheke in der galerie lafayette?

wanzen mfs: mittlerweile hört der bnd mit.

beschlüsse dyskalkulie bautzen: hat die stadtverwaltung ein haushaltsloch?

silhouette mensch: heute kein malzirkel, sondern nur dunkelheit ohne licht.

mäuse im keller: soll ich ihnen den mund zuhalten beim kreischen oder meine ohren?

dembitzer visum nach amerika rezension: ich lese bücher noch selbst.

einsamkeit ist unpraktisch und gesellschaft noch tödlicher: misanthropen sitzen wohl immer zwischen den stühlen.

beim frauenarzt mit nylons: sicherlich hat ihr gynäkologe schon schlimmeres gesehen.

rauchen fenster: das zieht. auch zu ihrem nachbarn und in die wohnung.

veb kleid: suchen sie ein faschingskostüm für die bundesangie?

bulle mit kuh: hatte der besamer keine termine mehr frei?

strapse: ich bücke mich ungern.

realdoll kleinanzeigen: kein bedarf an lebensechten silikon-puppen.

begriffenfeldt: schimpfmaschine

kopf1manchmal steckt man bis zum kopf im pferdemist und der tod streckt bereits die hand nach dem im mediensumpf versinkenden aus, wie diese graffiti an den stallgebäuden auf der pferderennbahn in leipzig zeigen. manche suchanfragen von googlenutzern scheinen regelrecht durch den unscheinbaren lüfter des laptops im raum verteilt zu werden. das, was sich dann entfaltet, stinkt häufig ziemlich unverblümt nach hirnverwesung und gedankenschrott. adaption hilft wenig, weil sich permanent neue, rauhe lüftchen dazugesellen.

stasi art installations: beute(l)kunst?

expertensprache: lesen sie die übersetzte fassung einer gebrauchsanweisung aus dem niederländischen oder dem chinesischen. dagegen sind fachbegriffe nahezu verständlich.

ästhesie, anästhesie, synästhesie: hören sie nach der narkose grüne wolken eckig kratzen? fragen sie bitte ihren anästhesisten oder suchen sie rat bei einem wahrnehmungspsychologen.

sächsische schimpf maschine:  eigentlich bin ich in weimar geboren. aber vielleicht besinnen sich die beiden freistaaten bei der nächsten gebietsreform auf das herzogtum sachsen-weimar-eisenach zurück…

literatur riechen, kunst geruch: die auszüge aus meiner magisterarbeit werden auch noch irgendwann hier veröffentlicht. vorerst empfehle ich ‚pesthauch und blütenduft‘ von alain corbin (verlag klaus wagenbach).

getunte vespa, vespa leipzig: schneller als die polizei erlaubt? nix für g(l)asknochen!

todestanz: meinen sie den sterbenden schwan? noch hat mir keiner den hals umgedreht.

verbrennungen nach kokeln: ich hatte sie und insbesondere ihre kinder vor der hitzeentwicklung gewarnt! aber auf mich hört ja keiner 🙄

b***s hanfparade: ihre verkehrsregeln möchte ich gar nicht weiter entwürdigen.

bauarbeiter: die gaffenden, pfeifenden, biertrinkenden oder die zehn frühstückenden, während einer den preßlufthammer um 7 uhr morgens startet?

schuhregal: zügeln sie ihren schuhtick, dann brauchen sie auch nicht andauernd neue regale.

http://www.veb wortfeile.de:  diese domain ist meines wissens noch frei. aber ein lesezeichen im webbrowser hätte genügt, um die seite nicht 22 mal in folge zu suchen. serienkiller im internet.

balkon wortherkunft: mein sprachlexikon sagt aus dem germanischen – ursprünglich ein balkengerüst.

musaril verackung bild: sorry, hab alle tabletten gleichzeitig genommen. das bild ist zu unscharf geworden, um es hier zu zeigen.

blaues gesicht: haben die darsteller von der blue man group. wenn sie blau angelaufen sind, würde ich nicht mehr im netz suchen, sondern den notarzt rufen, schnell!

explodierter kopf: auch wenn ich bei migräne manchmal das gefühl habe, er würde explodieren, so ist er doch ganz erhalten geblieben und hockt dumm auf einem hals zwischen zwei schultern herum. soll ich ihn lieber zwischen die knie hängen?

lithium kilopreis: treibt die psychopharmakaindustrie gerade wieder die preise nach oben?

trendfarbe 2009: meine kleidung ist relativ konstant und existentialistisch schwarz! manchmal auch dunkelblau, dunkelgrün und dunkelrot.

kafka buch eis brechen, ein buch muss der eis kafka: ich empfehle das gesamtwerk inklusive briefwechsel. irgendwo wird das zitat schon zu finden sein. vielleicht lernen sie nebenbei auch die verwendung männlicher, weiblicher und sächlicher artikel. ich schätze aber, daß sie dieses suchen: ‚ein buch muß die axt sein für das gefrorene meer in uns.‘ (aus einem brief an oskar pollak).

wortware: mein einkaufswagen ist gerade gestohlen worden! ähm, stotter, ähm.

strumpfhosen-werbung: nichts kneift mehr wie bei einer zu engen jeans. das rockt, könnte aber auch elefantenbebeint aussehen.

begriffenfeldt: triebkraft


bulle

also ehrlich, welcher intelligenzresistente macho sucht denn bitte auf meinem blog nach ‚schilder tussis‚? da kann ich nur mit obigem foto kontern. nicht, daß ich diesen aufgetakelten, modezeitschriften-verschlingenden, in den farbtopf gefallenen und von der sonne steakartig verbrutzelten artgenossinnen viel mitleid entgegen bringen könnte – jede kuh versaut sich ihr natürliches erscheinungsbild, weil sie stoisch dem herdentrieb gehorcht und nicht in der lage ist, ihrer sammelwut für unnützes einhalt zu gebieten. das wiederkäuen ist genetisch bedingt. reflexion wäre zur menschwerdung und fraulichkeit unabkömmlich. das kann doch aber keiner von solchen buhlenden weibchen erwarten, wenn schon alle hirnzellen für das anhübschen bzw. verunstalten sowie für diverse flirttaktiken benötigt werden… zudem werden alle strahlen der eingebung von verspiegelten sonnenbrillen und vernünftige einflüsterungen von ipod-ohrtöpseln, aus denen die best-of-dumm-bumm dröhnen, abgeblockt. diese schutzmauern der schlichtheit bilden blockaden auf dem weg zur sinnhaftigkeit. hauptsache die euter sind künstlich vergrößert, die hufe lackiert und das fell gut gebürstet, wenn das ende der körperpracht auf dem gebährstuhl naht.

das männliche pendant trägt u.a. jacken mit aufschriften wie ‚nicht alltäglich‚. nun, ich bin der auffassung, wenn man die eigene besonderheit schon auf der kleidung buchstäblich exponieren muß, weil tätowierungen auf der stirn nun mal nicht abwaschbar sind, dann verbirgt sich unter dem gewand wohl nicht viel mehr als ein fleischgewordener hohlkörper, der im geschlechtsreifen alter zu großer aggression und zu selbstinszenierung neigt, weil er von seiner biomasse beherrscht wird. um dem anderen geschlecht zu imponieren und sich gegenüber der konkurrenz wettbewerbsfähig zu zeigen, baut er anstelle der intelligenz seine muskeln bei unermüdlichen, stupiden muckibudenbesuchen zu aderndurchdrängten protzpolstern auf. nicht, daß ich die körperliche überlegenheit von derart aufgeplusterten männchen nicht manchmal als träger schwerer gegenstände gut einsetzen könnte, leider reicht aber ihr von übermäßigem eiweiß- und proteinkonsum degenerierter grips nicht aus, um zu begreifen, warum sie nach so einer heldentat keine fleischliche belohnung außer einem essen erwarten können. fahrt doch nach pamplona zur stierhatz, um eure männlichkeit auf die hörner, ach nee, probe zu stellen! wer wollte mir verübeln, daß ich in einem derartigen triebverhalten nur das verlangen eines mastbullen erkennen kann? nix wie weg hier!

begriffendeldt: gestöckelt, nicht beschnüffelt

zwischen den ganzen kulturellen beiträgen, die ich in der vergangenen woche gepostet habe, muss nun auch mal wieder zeit und raum für den googlesuch-nonsense sein. ich verspreche hoch und unheilig, auch nur die merkwürdigsten suchanfragen abzuhandeln. platz eins belegen nach wie vor die flaschenputzer, pfeifenputzer und flaschenreiniger. ja, pflanzen können schon alleine durch ihren erdigen wuchsort für schmutzige finger sorgen. essigwasser entfernt kalkränder in flaschen.

alliteration kunden‚: konsumknick? kunden könnten kurbeln (die wirtschaft an-)…

‚hauptsache regiert werden‘: also ich gehe wählen. auch wenn mich die mehrheit überstimmt.

‚rechtschreibung kuriose‘: ex-tase, ex-pressos. ach, ich lästerhafte ehemalige kaffeetantenmühle.

‚high heels riechen‘: hat ein knab‘ nen stachel stehn… rosen riechen besser für meinen geschmack. aber so ein richtiger stinkerkäse, dagegen hätte ich im moment nichts einzuwenden.

‚frisur mit haarklemmen und pony‘: das tier vor der stirn ist nicht zu zügeln.

‚friseure in leipzig für feines haar‘: diese adresse hätte ich auch gerne.

‚duftstoffe räume‘: ach, diese angeblichen romantiker, die sich dann abends mit kopfschmerzen rausreden wollen.

‚manipulation gerüche‘: irgendwann ist man immer bar jeden kostüms, auch des geruchskostüms. mensch sein.

‚manipulation durch reklame‘: oh, wie verführerisch!

‚avocado wortherkunft‘: vom azetkischen wort ahuacatl = hoden, später durch die spanier in avocado = advokat umgemodelt.

‚musaril nebenwirkungen‘: häääääääh? was? ich bin soooooo müüüde… und zu träge, diesen juckenden ausschlaaag zu… gääähn (an dieser stelle folgen schlafgeräusche, je nach veranlagung – schnarchen oder tiefes atmen).

‚peggy schwanger „mad man“‚: kann man vom biß eines tollwütigen mannes schwanger werden? bitte wenden sie sich mit solchen fragen an die bravo-redaktion.

‚which high heels‘: i don’t know. passende? und vorher stöckeln üben mit büchern auf dem kopf.

‚warum ist sitzt meine katze im keller‘: ein verb hätte auch gereicht. weil die mäuse offenbar auch nur im dunkeln aus ihren löchern kommen und sie in ihrer wohnung fallen aufgestellt haben. volle fressnäpfe sind langweilig.

begriffenfeldt: imagepflege

weniger kurioses in dieser woche bei den suchbegriffen zu verzeichnen, dafür betreiben firmen offenbar eifrig imagepflege.

‚heel für männer: latschen sich genauso schnell schief wie die von frauen, egal ob low oder high.

‚was heißt currently down for maintenance‘: och menno, mal selbst im wörterbuch nachschlagen oder bei leo.org.

’sachbericht podologie‘: in medizinischer terminologie klingen die fußverschwiemelungen wohl weniger ekelerregend…

‚rottenneighbor‘: siehe currently down for maintenance, wobei derzeit ein sehr dehnbarer begriff ist. schließlich dauern die wartungsarbeiten auf der nachbarschaftsmobbingseite seit februar an.

‚veb ruine‘: schon mal in ostdeutschland gewesen? drehortsuche de luxe.

‚duft überzeugung manipulieren‘: auch intimwaschlotionen verduften. waschen hilft. wenn er/sie dann immer noch unangenehm riecht, würde ich flüchten, schnell. das bedeutet nämlich so viel wie genetische unverträglichkeit.

‚länderabkürzung post‘: a-d-ch. liest sich ein bißchen wie genetischer code.

kommen wir nun zu den imagerecherchen von unternehmen: ’supercomm‘ (ein marketingunternehmen mit dubiosen spammails, gewinnspielen und umfragen), ‚voitino münchen‘ (für mich anrüchiges duftmarketing), ‚11833 firlefanz auskunft‘ (aktuelle telekom werbekampagne mit riesenplakaten). bei supercomm habe ich mir mal den spaß erlaubt, meinen blogbeitrag ‚bier:meinungs:bild:ung‘ nur mit dem angezeigten suchbegriff supercomm selbst zu googeln: es war am donnerstag beitrag 548, also auf seite 55. welcher privatnutzer macht sich die mühe, so viele seiten durchzublättern, um einen kritischen beitrag zu finden, wo man doch bereits auf seite eins unter abzocknews und antispam fündig wird… ? das sieht mir sehr nach automatisierter schlagwortsuche aus.

begriffenfeldt: benebelt an der blumenbar

manchmal wirken die google-suchanfragen wie eine sammlung von kuriositäten, dann wieder wie ein gruselkabinett oder wie ein blick in das tal der ahnungslosen. das reicht von gezielter begriffsuche mit 100-prozentigen trefferquoten bis hin zu allgemeiner bildungsferne. mir war schon, bevor ich den artikel über das wave-gotik-treffen schrieb, bewußt, daß ich mir da einige suchende anlocke, die wohl eher fetischseiten erwarten und vermutlich nach kurzem überfliegen des textes ohnehin wieder verschwinden. ich fühle mich hin- und hergegoogelt zwischen blümchenwiese, weichspüler und hardcore. medienkompetenz wäre wieder ein kapitel für sich.

‚erpressern linguistisch auf der spur‘: nur unter der bedingung, daß…

‚kitsch, retro, kunst, kritisch‘: kitsch? nicht bei mir!

‚pappel + flusen‘: schon mal aus dem fenster geschaut?

’stirntier‘: lästige haare im gesicht oder doch esoteriker?

‚pilotenküche‘: umstieg von kochsendungen im fernsehen auf fliegende köche?

‚pflanze, flaschenputzer, flaschenreiniger, pfeifenputzer, schönfaden, zylinderputzer‘: ich würde blumenladen oder haushaltswarengeschäft empfehlen.

‚lehrstück‘: ich bin nicht berta brecht, das war der bertolt.

‚aussprache pujol‘: französisch!

‚verniedlichung fachbegriff‘: diminutiv!

‚prothese high heel‘: ich weiß nicht, ob der orthopäde extras anfertigt.

’schuldbürger‘: bekennender sogar…

’satire rechtschreibung‘: reformiert oder unreformiert?

‚being erica main theme lyrics‘: ich veröffentliche noch keine songtexte.

‚fachbegriff für irrenanstalt‘: ich sitze schon seit monaten in der psychiatrie. keiner hilft mir hier raus.

‚latex‘: davon bekomme ich ausschlag.

‚high heels für männer‘:  gleichstellung bei der folter?

‚knochenbruch high heels‘: wäre in turnschuhen beim bergsteigen nicht passiert.

‚riechen manipulation‘: daß manipulation durch unbewußt wahrnehmbare duftstoffe funktioniert und im handel und in büros zur leistungssteigerung eingesetzt wird, wissen viel zu wenige (’schöne neue konsumwelt – manipulation durch duftstoffe‘). ich gehe deshalb nicht hungrig einkaufen. das begrenzt die waren auf den tatsächlichen bedarf.

‚wgt poser street‘: egomanie existiert in allen sozialen schichten. rote teppiche eignen sich ebenfalls.

‚chemnitz imagekampagne‘: oder wie eine stadt ihre gründerzeithäuser abreißt, fördermittel kassiert und die kulturelle vergangenheit vernichtet. kati for gorl-murx-stadt!

’nylon strumpf maske einbrecher‘: habe ich immer griffbereit unter dem kopfkissen, damit ich im falle eines falles sagen kann: ‚ich war aber erster! ätsch!‘

‚beförderungsband‘: ich glaube, daß meine blogbeiträge einer karriere eher abträglich sind. da stehe ich drauf.

‚riechvorgang beeinflussung‘: wenn kopfschmerzen durch duftkerzen und opiumräucherstäbchen die unlust steigern sollen? die pille abzusetzen, hat auch manchmal den unerwünschten nebeneffekt, daß man den mann, von dem man kurz zuvor noch kinder wollte, plötzlich für einen pavian hält.

‚experimente in gummi latex maske schicht‘: ich würde bis zum feierabend warten. wenn das ihr chef wüßte… gelegentlich enden sexspiele letal. ein paar luftlöcher sollten sie schon lassen.

‚ponyskelett‘: schon wieder? ich hab aus den knochen schon schmuck geschnitzt.

‚himmelfahrt männertag glosse‘: sagen sie mir, wie es war und wird. ich leide seit meiner geburt an jährlich wiederkehrenden filmrissen.