Schlagwort-Archive: software

verhirntes

also bei manchen leuten im verlagswesen frage ich mich manchmal, ob ihr gehirn vor lauter bücherlesen und lektorieren nicht doch von einem fleischwolf zerkleinert wurde. ich muß gerade einen katalog mit 61 verlagsporträts erstellen. alle müssen mir ihren text vorher als worddokument ohne formatierungen schicken und die vorgegebene zeichenzahl einhalten. also das scheint ja schon ein großes problem zu sein. die menschen lieben es, ihre schriftarten und -formen auszuprobieren. der text wird kursiv und fett markiert oder noch zusätzlich unterstrichen, als ob der bearbeiter, in diesem falle ich, noch nie eine backlist von einer leseprobe unterscheiden konnte. überall stehen nummerierungen, wo gar keine notwendig sind. dann werden ganz gewissenhaft seitenumbrüche eingefügt, wo die grafiker doch eh nur eine seite haben. und man glaubt es nach den bisherigen schilderungen wohl kaum, aber ach, daß es bei word so etwas wie zeichenzählung mit und ohne leerzeichen gibt, also von der funktion hat man ja noch nie was gehört. man schmeißt sich ins zeug und liefert ellenlange pamphlete ab mit herrlichsten buchbesprechungen und ach, alles zu lang. ach sooo viel muß ich kürzen?!!! was, da habe ich 20 stand 11 titel angegeben? tja, ich weiß jetzt auch nicht, welche ich streichen soll… *aaaaaaaarrrrrgggggg*.

wo ist der elektronische reißwolf, wo ist die wordfunktion: texten für dummies? wie bringe ich menschen bei, die nicht mit mir im büro zusammenarbeiten, was ein computerprogramm alles so kann und wie man es bedient? es ist zum verzweifeln. verstehendes lesen scheint irgendwie auch immer mehr in vergessenheit zu geraten. ich glotze die vielzahl von lesarten und textvariationen ungläubig an. dabei habe ich die vorgaben im fibeldeutsch verfaßt. so verbringe ich nicht etwas die meiste zeit damit, korrektur zu lesen, sondern die formatierungen zu entfernen, die texte also formell zu vereinheitlichen, wo es doch so zeitaufwendig erstellte vorlagen von mir gab. ich könnte im moment beton zerbeißen, so wütend bin ich. die grafiker haben die in mühevollster kleinarbeit überarbeiteten texte nun endlich mit einem anständigen layout versehen und mir als pdf geschickt. die müssen nun wieder die verleger korrekturlesen und dort, wenn sie fehler finden, diese im tool in eine kleine sprechblase schreiben. wenn ihr computer oder sie selbst das nicht können, erwarte ich doch, daß man mir so etwas schreibt wie: „6. zeile, 2. titel ändern in…“. aber nein! nachdem also der text einmal gesetzt wurde, bekomme ich ein komplett überarbeitetes worddokument zurück, zu dem es ganz „nett“ heißt: wir haben ein paar fehlerchen gefunden. das wars! keine farbliche markierung, keine randbemerkungen, nix, nada, null! glauben die im ernst, daß ich mich, nachdem ich die texte bereits dreimal intensiv korrekturgelesen habe, ein viertes mal hinsetze und punkt für punkt, semikolon für semikolon, komma für komma, bindestrich für bindestrich, buchstabe für buchstabe alles noch mal vergleiche? ich warte nur noch darauf, daß mir jemand einen komplett neuen text schickt. dann werdet ihr nix mehr von mir hier lesen können, weil ich explodiert bin. ich sitze schon auf dem pulverfaß und habe die lunte angezündet…

Advertisements

ihr computer ist eventuell gefährdet

ja, vermutlich schwirren hundertausend würmer und viren in der kiste rum. oder der hat schlaftabletten geschluckt, die er sich auf rezept aus der apotheke geholt hat, weil sie nicht in meinem haushalt zu finden waren. so ein laptop hat ja beine. sie laufen manchmal sehr laaangsam. oder aber ihm droht ein akt menschlicher zerstörungswut, wenn er nicht bald mal wieder in die pötte kommt. seit fast zwei stunden müdelt der schläftop vor sich hin, dergestalt, daß ich kurz davor bin, ihn aus dem fenster zu werfen. so richtig wie bei einem paar, daß sich mit großem trara trennt. die nachbarn sollen ja schließlich auch was davon haben. ein bißchen schauspiel muß schon irgendwie sein.

weil das überlastete teilchen so schwächelt, dachte ich, eine softwareentschlackung könnte ihm gut tun. aber das flachbrett will ja schon kaum das fenster der systemsteuerung öffnen. und drücke ich gar auf den button entfernen, hach, na da föhnt mich der lüfter aber an, daß sich die entwicklungsbalken im schneckentempo nicht biegen, aber auch nicht bewegen. und zwischendurch dreht sich immer mal wieder die sanduhr, hiiiiin und heeeeeer, heeeeer und hiiiiin. wenn das so weiter geht, bin ich auch gleich hinüber. im moment schreibe ich auf meinem arbeitsrechner. während der meinige sich nebenan auf dem sofa hoch- und runterschleicht. denn natürlich greint er auch andauernd nach einem neustart. und schon heuuuult der lüfter wieder. da wollen unendlich viele tasten ganz doll gedrückt werden. ja, ich hab dich auch lieb. aber jetzt gehst du mir gerade total auf den wecker.

dabei ist auf der festplatte noch ein viertel frei. defragmentieren und datenträgerbereinigung tragen nicht gerade zu einem technischen wachstumsbeschleunigungsgesetz bei. ich wollte längst zwei andere posts für das projekt farbe bekennen vorproduziert haben. jetzt habe ich daran vollkommen die lust verloren. und dann meckert er andauernd rum, ich hätte die firewall nicht aktiviert. der piept wohl. klar ist die an, aber so lahm wie der schaltet, muß er schon mal iritierende botschaften aussenden. könnte ja sein, daß man mal wieder eine taste tätschelt. und wer tätschelt mir die hände, damit ich wieder sanftmut empfinde? na, laptop? wann drückst du zurück? wenn ich windows xp komplett entfernt und durch ubuntu ersetzt habe? für diese langwierige fingerübung brauche ich noch ein bißchen mehr fachwissen. aber dann… bist du fällig! und maul nicht mehr andauernd rum: bitte warten sie! heute abend geben sie ein anderes stück; das heißt jedenfalls nicht warten auf godot. und wir proben auch nicht für die verfilmung von die langsamkeit des seins.

menschmaschine

irgendwie sind alle in ferienstimmung. brütende hitze im büro, zwecks kühlender zugluft viele offene türen, die man nicht mal  mehr einrennen muß. selbst google hatte heute irgendwann keine lust mehr, sich anzustrengen. ich bombardierte je nach unterlassener information in den fernsehbeiträgen, die ich archivieren sollte, google mit suchanfragen. alleine an obiger fehlermeldung kann man ermessen, wie oft ich heute recherchieren durfte. die captcha-seite taucht nämlich nur dann auf, wenn eine extrem starke zunahme der zugriffe auf google.de eruiert wurde. irgendwann arbeitet selbst die datenkrake google am limit und kann nicht mehr zwischen individuum und automatisierten anfragen von robots unterscheiden. um das system vor dem crash zu bewahren, darf ich mein menschsein dann der suchmaschine mit der eingabe einer buchstabenkombinantion beweisen und genüßlich den button ich bin ein mensch drücken. es ist nämlich gar nicht gewünscht, viel zu suchen. google begrenzt also scheinbar seit neuestem die suchanfragen (und damit den wissenfluß, so viel zum thema informationszeitalter) pro ip und tag, um eine systemüberlastung zu verhindern. die suchmaschine mit dem slogan don’t be evil wittert hinter dem hart arbeitenden menschen eine maschine, denn das kennt sie wahrscheinlich nur aus wenigen büros. das schreit geradezu nach faulem zauber und nicht nach arbeitseifer. langsam werde ich den eindruck nicht los, daß es zwischen mensch und maschine nicht mehr nur unentschieden steht, denn maschinen und software führen unabhängig vom menschen einen unsichtbaren informationskrieg. und dann entschuldigen die sich auch noch für eventuelle entstandene unannehmlichkeiten. solch wertvolle informationen fressen einfach nur zeit. arbeitserleichterung sieht anders aus.

versklavung durch technik

dem foto nach zu urteilen, habe ich gestern draußen nichts verpaßt außer ein bis viele öffentliche saufgelage, mit allen hinterlassenschaften, die beim männertag dazu gehören. glasscherben, überreste eines einmalgrills, kotze und umgestürzte bauzäune. tja, das war leider keine wand, an der man sich beim heimweg abstützen konnte, weil die schuhe plötzlich vorne immer runder wurden, sondern dieser gegner gab freiwillig nach.

und ich habe mich am gestrigen feiertag fast gänzlich zum sklaven der technik gemacht. und die digitale sklaverei wird mich auch noch ein paar tage weiter verfolgen. durch meine löchrigen finger habe ich zwei falltechnikschäden zu beklagen: handy und externe festplatte (beide mit wackelkontakt). da bleibt mir ja nur noch das technische wettrüsten, denn auf dem alten stand der schlichten gewohnheit gibts einfach nichts mehr. wir hecheln der entwicklung ja fast nur noch hinterher. so erwarb ich eine externe festplatte (1tb), die ich gestern für den arbeitsmac und mein schlepptop partitionierte. das war ja noch die leichte übung. weitaus nerviger waren die schneckenmäßig kriechenden fortschrittsbalken beim backup für den mac und das trotz firewire 800. noch schlimmer war nur noch das formatieren für windows xp in ein ntfs-dateisystem. zwar kann man den rechner getrost nebenbei stundenlang ignorieren, aber die uhr rückte unaufhaltsam vor, bis es schließlich ein uhr war.

leicht unausgeschlafen erschien ich bei der arbeit, kam dennoch gut voran und hatte danach nichts besseres zu tun, als gleich noch mein defektes handy durch ein neugerät zu ersetzen. der programmier- und speicherspaß geht in die nächste runde. und wenn ich dann die daten gesichert habe, brauche ich nur noch eine neue sim-karte, um auch tatsächlich mit dem handy im netz surfen zu können. ich klopfe mir vorsorglich schon mal auf beide pfoten, um das wirklich nur im notfall zu benutzen, denn leider kann ich ja bei der einen arbeit keine privatmails lesen und demzufolge gerate ich in die bredouille, wenn beim anderen job jemand eine sofortige antwort erwartet. ich kann mich nicht entscheiden, welcher druck größer ist: der, nicht ständig verfügbar zu sein oder der, dann doch jetzt mal noch zwischendurch die nachrichten zu checken.

außerdem sieht es in meiner bude langsam aus, wie in einem technikgruselkabinett. überall hängen und liegen kabel, akkus, netzteile rum, so daß ich manchmal schon denke, ich müßte die geräte und die dazu passenden kabel in der gleichen farbe bemalen, um überhaupt noch zu wissen, was jetzt wohin gehört.

nebenbei habe ich noch mein blog-layout geändert. das bot sich bei einem gründlichen wechsel ja geradezu an. mir gefällt daran vor allem, daß die slideshow jetzt viel größer ist und die bilddetails auch besser erkennbar. aber jetzt ziehe ich erst mal die stecker alle raus und lasse die technik technik sein. ja, sie lebt noch. und sie wundert sich wie blöde über den traffic, bis sie sah, daß sie heute auf platz 2 der am schnellsten wachsenden blogs steht. uff, wie ungerecht verteilt die dinge doch manchmal sind… herrlich, wie der topbeitrag oben drüber die ganze chose karikiert.

all denjenigen, die auch ab und zu von diesem ganzen computerfortschritt etwas genervt sind, empfehle ich noch das video der ärger beginnt beim anmachen aus der sendung bauerfeind. genau so siehts nämlich aus.

ferngesteuert

wie man auf dem foto unschwer erkennt, handelt es sich hier um ein  bei einem update in meinem büro eingeflogenes ufo, das unheimliche leuchtsignale sendet. hätte ich doch nur auf stephen hawking gehört! aber nein, ich mußte ja unbedingt kontakt zu den außerirdischen wesen aufnehmen. und? wie wars? ähm, naja… sie haben mir zwei arbeitstage gründlich vermiest. alles begann gestern nach der mittagspause. ich wollte ein video auswerten. drückte mit der mouse auf die playtaste, das video startete, lief eine weile und sprang dann unvermittelt und ohne jegliche befehle meinerseits wieder auf die anfangsposition zurück. hmmm. ich klickte mit der mouse auf vorspulen, hielt die taste gedrückt, es spulte vorwärts und wieder landete das video wie von geisterhand ferngesteuert am anfang. das spielchen ging eine ganze weile so hin und her, auch nach einem neustart des programms. als ich das unerklärliche phänomen schließlich einem computeraffinen kollegen zeigen wollte, funktionierte alles wieder picobello. klassischer vorführeffekt, grummelte ich in mich hinein, schluckte den ärger runter und arbeitete ungestört weiter.

heute begann der ganze spaß wieder nach zwei stunden. nein, ich hatte keine blöden tastenkombinationen gedrückt und auch keine einstellungen geändert. letzteres kann nämlich nur die it-abteilung. also dort angerufen. it-mensch kommt, hah, fehler sogar immer noch sichtbar, it-mensch kämpft mit der digitaltechnik, gewinnt und fast alles ist wie früher. fast heißt in diesem fall, daß der timecode jetzt nicht über dem video mitläuft, sondern im bild, was natürlich die sicht auf das gefilmte deutlich einschränkt. außerdem ist der videohintergrund nun grau statt schwarz, was den effekt hat, daß die kontraste schwächer sind. nerd macht frickelfrickelfrickel… nichts ändert sich. ich bin derweil an den benachbarten arbeitsplatz umgezogen, wo übrigens mit dem identischen benutzerprofil die spezialsoftware reibungslos schnurrt, muß aber am angestammten rechner immer wieder mein paßwort eingeben oder mich abmelden. weil der nerd immer wieder telefonisch hilfe von anderen nerds einholt, kann ich nicht mehr arbeiten. ich klimpere ein bißchen mit den fingern auf dem tisch klavier, bis der nerd schließlich aufgibt, weil er nicht mehr weiter weiß.

warum müssen altersschwache rechner immer so zickig und wirr werden? ich ziehe da einige parallelen zu den menschen. mir fällt david lynchs plan ein, in berlin auf dem teufelsberg eine universität unbesiegbares deutschland zu bauen, in der transzendentale meditation gelehrt werden soll (das ist nicht der plot seines neuesten films, sondern for real!). oder die schrullige norwegische königstochter märtha louise, die mit schutzengeln konferiert. so, und welchen spleen denke ich mir aus, um mich interessanter zu machen oder meine langeweile totzuschlagen? geistersuche? himmelserscheinungen? oder doch lieber die suche nach seeungeheuern?

im sch:w:ein:werfer:licht

buchstabendreher oder tipfehler bringen oftmals leidige korrekturen mit sich, manchmal jedoch sind es geburtsstunden großer wahrheiten über das jetzt. im folgenden beispiel über auf- und untergehende starlets und medialen einfluß. in der zeit konnte der geneigte feuilletonleser über den druckfehler ‚im schweinwerferlicht‚ erfahren, es handle sich um einen ‚freudschen verschreiber‚.

dabei treffen hier zwei ganz andere phänomene aufeinander: einmal sind  die buchstaben ‚w‘ und ‚e‘ auf der computertastatur direkt nebeneinander angeordnet. zweitens korrigiert microsofts rechtschreibprüfung bei zusammengesetzten substantiven nur wirkliche tipfehler, ergeben aber die einzelnen substantive jeweils einen sinn – wie schwein, werfer und licht – dann muß maschinell-logisch nichts verbessert werden… automatismus und maschinenkult blieben noch nie folgenlos. begriffe, die die textsoftware nicht erkennt, werden automatisch in bekannte worte verwandelt (sog. cupertino-effekt).

und sinn ergibt das wort ’schweinwerferlicht‘ allemal. bei google spuckt die suche immerhin 1570 treffer aus – von der autobeleuchtung über die bühnenbeleuchtung bis hin zu in den lichtinstallationen agierende mimen (alias rampensau). und mit wie vielen schweinen in menschengestalt sieht sich der heutige medienkonsument tagtäglich konfrontiert…

in der exilliteratur und der literatur über diktaturen finden sich unzählige beispiele über machtmißbrauch von überaus sich-wichtig-nehmenden menschen. sei es nun in edgar hilsenraths buch ‚nacht‚ oder im aktuell gelesenen ‚visum nach amerika‚ von salamon dembitzer.

der protagonist sylvian horn ersucht im 2. weltkrieg in südfrankreich den englischen konsul um ein einreisevisum. nachdem horn seine polnische nationalität offenbart hat, wird er opfer des alltäglichen rassismus und behördlicher ressentiments. der konsul packt ihn im nacken und schiebt ihn aus seinem büro hinaus. der polnische jude horn – seit monaten auf der flucht vor den nazis, ständig zwischen hoffnung und -slosigkeit, schreit verzweifelt: ‚ich will nicht in einer welt mit solchen schweinen leben… ich will nicht!‘ (s. 122, weidle verlag, 2009).

ich auch nicht! da hilft wohl nur selektive wahrnehmung… und ehrlich freue ich mich über jeden journalistischen beitrag, der noch das berufsethos erkennen läßt. und dann schließt sich auch der kreis zum wortspiel des schweinwerferlichts, wenn die wortklang- und bedeutungsspiele von ‚journaille und ‚canaille‚ so dicht gedrängt nebeneinander auftauchen.

stehen sie doch einfach mal neben journalisten an einer kasse einer beliebigen kulturinstitution. bei vorlage des presseausweises wird oft vorzugweiser und kostenfreier eintritt gewährt, auch wenn der journalist keine zeile über das ereignis zu berichten hat. immer im dienste der menschheit und zur befriedigung des informationsüberflusses…

schreib:weise:n

sprachmutationen kann man ohne große mühen überall entdecken. in diesem fall war es mal wieder ein schau:fenster in berlin-friedrichshain. könnte man das sprechen doch nur anschauen. würden gewiß noch mehr fehler auf bis dato unbeflecktes papier oder in textdateien geschrieben.

microsofts rechtschreibprüfung bietet nach wie vor kurioseste korrekturvorschläge an – bspw. verändert er die länderabkürzung ‚fra‘ (frankreich) immer mit autokorrektur in ‚frau‘ – leben wie die göttin in frankreich  – ka:lauert es in mir. aus dem nachnamen büschelberger bildet word eben frau bügelbrett (ob die dame flachbrüstig oder nur hausfrau ist, kann das programm nicht verraten). übersetzer haben für die unfreiwillig entstehende wortkomik den begriff cupertino-effekt aus den korrekturvorschlägen der textsoftware übernommen. auch die abkürzung für desoxyribonukleinsäure (dna) verwandelt die software ungefragt in ‚dann‘. freilich könnte man diese ach so ungebräuchliche verknappung auch manuell dem benutzerwörterbuch hinzufügen. nur ist ‚dna‘ bei weitem keine neue wortkreation! und die dudenredaktion schafft es ja schließlich auch, jährlich neue begriffe abzudrucken.

was aber tun, wenn man schriftsprache und gesprochenes wort nicht mehr trennen kann? im duden nachschauen – wäre mein erster tip (ich benutze übrigens nicht regelkonform die alte rechtschreibung!).  mein nächster tip – falls kein nachschlagewerk in buchform zur hand sein sollte: im internet suchen! und dabei auf die seriösität der quelle achten!

und hier nun das corpus delicti:

dounat

dounat! nicht fisch, nicht fleisch, ein pfannkuchen! – wenn auch schwer zu erkennen. es gibt zwei mir bekannte schreibweisen des wortes: donut oder doughnut. die oben abgebildete ist nicht mal denglisch/germish. möglicherweise einfach lautsprachlich, aber dann hätte ich vermutlich eher diese variante gewählt: ‚dohnat‚. der schreiber erinnerte sich offenbar dunkel an die buchstabenkombination ‚ou‘ im wort, ‚g‘ und ‚h‘ sind überflüssig, weil unhörbar. und warum sollte man das englische ‚u‘ nicht mit einem ‚a‘ transkribieren?

warum nicht? andere verwirren? aber wenigstens hat das abschreiben perfekt geklappt: beck’s (auf dem foto sogar in großbuchstaben und sogar mit apostroph!). das verdient ernsthaftes und goldiges lob…