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die falsche froschkönigin

streetart im clarapark in leipzig: "are w chic?". nö! nicht mal nach dem wurf an die wand wird aus mir eine froschkönigin.

zwischen meinem volontariat und meinem studium war ich vor ewigkeiten mal einen monat lang arbeitslos. damals wurde ich sogar noch beraten und mir eine ausbildung zum pr-fuzzi angeboten. ich lehnte ab. warum? weil ich keine käufliche krämerseele habe. ich kann weder mich noch andere sachen gut vermarkten.  und ich lasse mich ganz schlecht verbiegen, sowohl geistig als auch körperlich. entweder man mag mich oder man läßt es eben sein. ich buhle nicht, ich winsele nicht, ich krieche nicht, ich schleime nicht, ich gucke nicht mit hundeaugen. basta! um genau zu sein, all das hasse ich wie die pest. nur manchmal versuche ich mich sehr erfolglos im koketten wegschauen. es sei mir hoffentlich verziehen. aber das macht mich noch lange nicht zur pr-kokotte.

ich könnte mir jetzt den bauch pinseln, weil mir jemand die rezension eines lifestyle-magazins aus haha (lautsprachlich) in meinem blog angeboten hat. wahrscheinlich kommt es dem ein oder anderen blogger bekannt vor, daß er einer von 85 ausgesuchten versuchskaninchen für eine kostenlose pr-aktion sein soll. nein, ich erwähne den namen des magazins nicht, denn dann wären die mutmaßlichen berechnungen möglicherweise aufgegangen!!! das kommt mir nicht in die buchstabensuppe. und ganz ehrlich, wer den blog mal etwas genauer gelesen hat, weiß wie ich über solche aktionen denke. ich finde einen kuhfladen interessanter als popkultur. wenn ich eine eigenschaft nicht besitze, dann ist es massenkompatibilität. da muß ein genetischer defekt vorliegen, über den ich absolut nicht unglücklich bin. ich bin nicht die, für die man mich in der marketingabteilung hält. von wegen! hier ein auszug aus der mail, nur für den wiedererkennungswert:

wir haben jede menge blogs durchgesehen und überlegt, in welchem blog ähnliche themen, ähnliche haltungen wie im *** vermittelt werden. genau 85 blogs haben wir gefunden, denen wir folgenden vorschlag machen wollen: rezensiert das ***…

oh, da müßt ihr aber gründlich oberfächlich quergelesen haben. ich halte mich selbst für nicht berechenbarer als den nächsten vulkanausbruch. ich strebe nicht nach ruhm, nicht nach größe, nicht nach wohlstand und kann ohne bedauern auf linke werbelinks verzichten („… den porträtieren und verlinken wir wiederum auf unserer seite ***…“), weil ich diesem zahlen- und rankfetischismus durchaus skeptisch gegenüber stehe. ich lebe einfach mein leben und schreibe einfach so für  m i c h –  ohne gewinnerwartungen. das leben hat noch immer die unverhofftesten dramaturgischen wendungen für mich übrig gehabt und kennt kein gleichmaß. mensch leute, mein blog ist doch nun wirklich keine losbude für kostenlose probeabos. ich habe schon die rote karte für das durchschaubare gezogen. wie es mir beliebt. und ich hoffe, ihr da in der marketingelabteilung kriegt wenigstens kurzzeitig glubschaugen.