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und tschüß

das glück soll euch allen winken. bis bald und so. winkewinke! und bitte keine e-mails mehr. das ding mache ich jetzt aus. ich danke euch für die mentale unterstützung und eure hilfe und den trost. ab morgen bin ich in profihänden.

totentanz

das plakat an dem bauzaun vor dem alten bach-denkmal, von dem man hier nur das kapitell mit dem dreiecksgiebel und dem steinernen kelch sieht, am dittrichring wirbt für die aufführung der motette nr. 2 totentanz (geistliche chormusik op. 12) des kirchenmusikers hugo distler. mein melancholisch angehauchter fotobeitrag zum grusligen halloweenfest. BUUUUH! alle wach?

nix da!

wenn es einmal nichts mehr gibt, dann ist das doch immerhin etwas; nämlich eine ansage oder aussage. oder wie sag‘ ich’s bloß.

ps: ich verzieh‘ mich wieder für ein paar tage ins stille eck. der kommentarbereich ist heute geschlossen. wie alles andere eben auch aus ist.

windfang

alles, was fliegen kann, hat sich im maschendrahtzaun verfangen. und zum glück wachsen keine knallerbsenzweige hinein, weil das wäre ja justizwürdig.

das hat sich schon ganz erschöpft von der vielen juristerei zusammengerollt.

unpolierte breitreifenfelgen schützen nicht vor blätterbefall oder platten. so ein trockenes blatt in den radspeichen erzeugt übrigens auch eine illustre geräuschkulisse.

headbanging eines aufgedröselten fadens im wind.

hinter gittern

in eine verfängliche situation ist das ahornblatt am zaun vor dem leipziger polizeirevier süd geraten. also wirklich, müssen sogar sterbende in polizeigewahrsam genommen werden!? wie wohl handschellen und fußfesseln für blätter aussehen?

und das schöne daran…

… am herbst, sind die farben. oder der sturm, der einiges einfach umhaut.

der himmel über leipzig

der himmel gab heute farblich beim flanieren alles, was der herbst so zu bieten hat. dementsprechend wechselhaft waren die lichtstimmungen (wenn ich mal so launisch sein dürfte…). sobald die sonne verschwand, war – passend zum wochenfarbthema –  einfach alles mit einem grauschleier überzogen.

wurst – mal solche, mal solche

seit rund zwei wochen steht jetzt statt wc an diesem häuschen „burgermeister – der grill“. es ist immer voll, wenn ich vorbeikomme. denn man verkauft die ach so einzigartige, berliner importware aus dem szenegrill „curry36“. und ich hab die nase schon gestrichen voll, wenn ich mich diesem imbiß nur nähere. irgendwie brennt da bei mir eine sicherung durch, die ekelsignale sendet. klar, der laden wurde entkernt, hab ich  mit den eigenen glubschern gesehen, aber im oberstübchen fabriziere ich immer wieder diese wild galoppierenden hygie:nie:vorstellungen. wer die öffentliche toilette am südplatz und ihre gerüche von früher kennt, dem wird es vielleicht ähnlich ergehen. würde ich zu herpes neigen, hätte ich bestimmt schon einen mund voller ekelgriefen *schüttel*. jetzt soll ich einfach umdenken: statt wurst aus dem darm, gibt es sie jetzt im, nur um dann andernorts doch wieder rauszukommen. die wurst hat eben zwei tode, zwei enden und für mich noch einen ganzen rattenschwanz dazu. herr freud, übernehmen sie! und allen anderen: guten appetit!

photoautomat

endlich kommt in der karli mal photographisches großstadtflair auf. vor 2-3 wochen entdeckte ich den neu-alten photoautomaten und war sofort  schwer begeistert. am liebsten hätte ich gleich mal vier schwarz-weiß-fratzen für zwei euronen geschnitten (vorher ausgiebig im vorhandenen spiegel geprobt), aber jedes mal, wenn ich vorbeikam, war er gerade stark frequentiert. als ich am montag in der sonne die karli in richtung stadt entlang flanierte, war endlich mal kein menschliches besetzzeichen zu sehen. ABER: ich hatte mein portemonnaie zu hause vergessen, denn wichtiger als geld dabei zu haben, ist ja auf jeden fall die neue knipse zu schultern. ich kam dennoch der aufforderung „photographiere dich selbst!“ nach. das sieht dann so aus:

immer schön auf augenhöhe, frau wortfeile! und ja kein auge zeigen. ihr seht, daß ihr nichts von mir seht. oder so wenig, daß man sich in spekulationen um schiefe nase, schielende augen, dicke lippen usw. verlieren könnte. ja, dann macht euch mal ein bild von mir. auf dem rückweg fing ich dann noch den rest eines trios (2 weibchen  + 1 männchen = OHA!) beim hineinquetschen in die automatenkabine ein.

ganz sicher geht da noch einer rein in die quetschkommode!

leicht artistisch-laienhaft anmutend die körperhaltung des männchens, tja, und den rucksack hätte ich unbeobachtet klauen können. man war ja völlig im häuschen vor freude. ist mein blog in den letzten tagen etwa zu männerarschlastig? hat das was zu bedeuten? wenn ja, was?!

der nächste freie platz in der kabine gehört mir, wenn ich flüssig bin. und dann ziehe ich fratzen, bis der automat sich ins fäustchen lacht. und – zeige sie natürlich hier NICHT! ätsch!

licht und schatten

lange schatten am nachmittag, kurze tage, schier endlose nächte, in denen man reden kann bei leise knisterndem kerzenschein. tage, die wie im flug vergehen. versponnene, klirrend kalte nächte, zuflucht in wärmender behaglichkeit. kühle gliedmaßen erglühen. im inneren dieses kribbeln – so lange der frost währt, jeden sonnenstrahl fangend, wartend auf mehr.