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googles lebensweisheiten

heute: fehlerwiederholung!

fehlernaja, computerprogramme sind auch nur auf menschenmist gediehen. warum sollten sie also lernfähig sein?

google ad-non-sense (teil 2)

googlewieder ein katastrophales beispiel für den nonsense von google adsense. ich habe keinerlei erklärung, was daran interessengelenkte werbung sein soll. in den letzten tagen, wochen, monaten kamen keine hiobsbotschaften per mail. zudem zeigt sich auch wieder die gesamte eleganz von übersetzungsprogrammen: ‚wann haben Sie sterben?‘ ach, ich bin schon? oder werde ich erst noch? und wer drückt dann diese tasten? unheimlich! hilfe, die todespropheten kommen! sie können das ganze sogar ausprobieren: ‚der-todestest.com‘. ich habe kein interesse, mein sterbedatum zu erfahren, das sich aus welchen konstellationen auch immer berechnen lassen soll. weiter gehts mit: ’10 wichtigen thema‘. ups, neue pluralbildung? und dann werde ich auch noch zum töten aufgefordert, wo ich doch pazifist bin: ‚machen sie eine tötung und nicht wissen!’… ja, unwissen würde ich das auch nennen, hochspekulativ und an die todesangst von menschen appellierend. test the rest, it can be the last.

google ad-non-sense

in meiner sonntäglichen rubrik begriffenfeldt beklage ich die oftmals bizarren suchbegriffe, mit denen google-usern auf meine seite ‚geholfen‘ wird. ähnlich zusammenhangslos stellt sich mir neuerdings googles werbedienst adsense dar. ich benutze ein googlemail-account wegen des großen datenspeichers, da ich gelegentlich ziemlich hohen datenverkehr habe, wenn ich einen katalog produziere. viele schicken dann leider nicht die gewünschten verkleinerten bilddateien mit hoher auflösung, sondern monster-tifs bis hin zu 10 mb. dazu eben texte. und so muß es gekommen sein, daß mir plötzlich diese link-werbung eingeblendet wurde:

Bild 1hmmm??? stutzig starrte ich den bildschirm an. nun ist es keine neuigkeit, daß datenschutzexperten vor dem mißbrauch beim ausspähen der privatsphäre durch gmail und google warnen. automatisch werden die e-mails nach suchbegriffen durchleuchtet, um vorgeblich interessengelenkt werbung einzublenden. automatenlogik führt aber nicht gezwungenermaßen zu individuell maßgeschneiderten angeboten. eine erklärung wäre,  die schlagworte ‚frau‘ aus der anrede und ‚afrika‘ aus einem reisebericht gerieten in eine saftpresse. das gibt zwar bei obst und gemüse fruchtige säfte, in diesem beispiel aber nur einen saftladen mit längst vergammelten lebensmitteln, die schimmelstellen für den kunden unsichtbar nach unten gedreht. schon mal in diesen matsch gegriffen in der ‚frischobstabteilung’… ? eine zweite deutung habe ich auch noch parat. das surfverhalten wird ebenso registriert und ausgewertet. ich informiere mich auch über solche themen wie genitalverstümmelung bei frauen, u.a. eben in afrika. deswegen reizen mich noch lange keine menschenhändlerischen angebote – aus keiner weltregion und auch nicht vom mars! unterstützt google jetzt auch neue formen von ehesklaverei? das erinnert an die facebook-anzeigenaffäre. wahllose schaltung von anzeigen auf allen profilseiten,  halbseidenes lächeln von f.-w. steinmeiers spd-wahlwerbung auf den profilen von nazis, die ihre verfassungsfeindlichen symbole und parolen posten. in der folge zogen zahlreiche inserenten ihre kampagnen zurück. facebook filtert weiterhin nicht. computergenerierte filter, die einfach keinen sinn ergeben oder brauner kaffeesatz am boden funktionieren nicht und können das menschliche denken nicht ersetzen. andererseits wäre es denkbar, daß facebook seine nutzer bei der suche einspannt. in internetpartnerbörsen oder foren überprüfen moderatoren und betreiber solche hinweise auf mißbrauch.

zurück zu den linken links. diese werbelinks verschwinden nicht einfach durch installation von adblock plus, da muß zusätzlich unter ‚extras‘ das add-on noscript hinzugefügt werden. umständlich wird dann die freischaltung vertrauenswürdiger seiten. ich tendiere internettechnisch immer mehr zum schutzwall. und vermutlich blende ich auch einen verdrießlichen teil der realität aus. allerdings ahnt der leser auch rein gar nüscht über meine galoppierende vorstellungskraft. besser ist es in der hinsicht nicht jeden scheiß zu googeln, um sich seines gedächtnisses zu vergewissern oder  auf eine andere suchmaschine auszuweichen. das hirn und das bücherregal wirken weniger wie datenkraken. außer beim umzug, wenn die kisten gepackt und getragen werden sollen. manchmal bleibt allerdings im dickschädel unnützes wissen hängen, dafür verflüchtigen sich auf unheimliche weise geheimzahlen und namen, umschrieben mit ’na dingsbums‘.

ich werde nun doch den maildienst wechseln und bei datentransfer auf den schweizer online-speicher mydrive hoffen (bankengeheimnis). mehr über die nervigen werbeeinblendungen von blogbeiträgen (von irgendetwas leben unsere lieben wordpress-betreiber) sowie gegenmaßnahmen findet man hier. liebe technikrenitente artgenossinnen, die ihr eure freunde immer anruft, wenn der rechner die kontrolle über euch erlangt hat! vielleicht wäre es mal an der zeit, sich selbst mit sicherheitsvorkehrungen zu beschäftigen, die über verhütungsmethoden, frisurendeformierung, diätrezepte und gerüchteverbreitung hinausreichen? kostet zwar mühe, aber dafür ist euer konto hinterher nicht von phishern geplündert worden, weil das netz undicht war. in diesem sinne – ahoi.