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katzenwäsche einmal anders

frau wortfeile kann mich mal... alles meins!

wer eine kleine katze will, muß damit rechnen, daß sich einiges im leben ändert. hmmmmhmm, hatte ich bedacht. frau galotti, unter dem stern des wildfangs geboren, kam im Juli aus dem tierheim zu mir. schnurrig, kratzbürstig, eigensinnig, fordernd. und wenn sie dann so mit ihren blinzelnden augen ganz die unschuld gibt, kann man ja nur weich werden.

was bisher geschah: galotti eroberte innerhalb kürzester zeit mehrere regale, deren inhalt ich nach kürzerem kleinkrieg flugs in sicherungsverwahrung begab. denn, wo sie mit ihrem wackelgang hintritt, da plumpst es nur so, also gegenstände meine ich jetzt. nun erhielt sie deswegen ja schon den beinamen wackelerna. zwei gläser waren verloren, der katzenteenager wurde rechtzeitig vor schnittwunden in den pfoten gerettet, die scherben zusammengefegt. bei standpauken wirft sich der fellball auf den rücken und versucht, seinen kopf hinter den vorderpfoten zu verbergen. kann ich ja nicht anders, sehe die weiße katzenweste, die weißen flecken am bauch und ihren lendenschurz und… natürlich, bin ich umgehend milde gestimmt.

dann eroberte sie das waschbecken im badezimmer und die darüber angebrachten regale. wir zanken immer noch um die regale.  es geht immer darum, wer schneller ist. das waschbecken gehört ihr. da schläft sie auch ganz gerne mal ein. manchmal bin ich nicht schnell genug. dann passiert mir sowas: ich suche meine pinzette, weil augenbrauen wollen ja gelegentlich gezupft werden. ich suche, suche, suche und suche und habe einen leisen verdacht. nämlich, daß die pinzette dem pfötchenspiel zum opfer fiel und irgendwo in den tiefen biegungen des siphons das wasserrohr verstopft. es fließt zwar vorbei, aber wie lange noch? frau wortfeile kennt ja keine scheu vor demontage und schraubt des plasteknie unter der badkeramik ab und siehe dahaha:  die pinzette und eine haarspange kommen zum vorschein. schnell wird das fusselsieb gegen den normalen verschluß eingetauscht. das müßte nun katzensicherer sein.

heute nun kam ich auf die idee, dem wortfeilschen körper ein entspannendes wannenbad zu genehmigen, so gegen die kälte und gegen den regen. frau galotti beäugte den vorgang des wassereinlassens verdächtig neugierig. aber noch zögerte sie, weil das wasser aus dem hahn plätscherte und die wasseroberfläche sich bewegte. dann versank ich im warmen wohlfühlbad. schloß kurz die augen. hmmm, was macht die katze jetzt? warum ist es SO ruhig? widerstrebend öffnete ich ein auge und blinzelte, riß nun umgehend auch das zweite auf, griff zu und fischte eine halb versunkene katze aus dem badewasser, die maunzte und aussah wie eine begossener pudel ohne locken, ähm nein, wie eine wasserscheue katze im jungbrunnen. eben noch auf dem feuchten wannenrand nach einer flasche (oooohhhh, spielzeug) gehakelt und schon auf dem glatten untergrund abgerutscht. dann kam, was kommen mußte, die katze riß sich los und jagte, wie von einer tarantel gestochen, durch die wohnung, wohlgemerkt – klatschnaß bis zum bauch. aus dem fell tropfte das badewasser und hinterließ überall spritzer und pfützen. ich warf mir in nullkommanix das badehandtuch um, schnappte ein weiteres handtuch und rannte hinter der katze her, fing die katze und gegen heftigen widerstand mit krallen ausfahren und nach mir beißend, rieb ich sie mit dem handtuch halbwegs trocken. als ich den griff lockerte, funkelten mich genervte katzenaugen strafend an. ich ließ die idee mit dem föhnen schnell fallen, ebenso wie den gedanken an eine fortsetzung meines wannenbades. und morgen gehe ich wieder in die naßzelle zum duschen. noch kann frau katz ihren dusselkopf nicht durchsetzen, da sie den mechanismus der tür noch nicht durchschaut hat. wer weiß, wie lange noch… jedenfalls ist mein neues badeentchen-quietschekätzchen nichtschwimmerin!!!

farbe bekennen 2010: schwarz-weiß

heute wird es kontrastreich, ziehen die nichtfarben schwarz und weiß in den krieg, betreibe ich absichtlich schwarz-weiß-malerei, nee, nee, nee -fotografie. das möchte frau himbeermarmelade nämlich nur farblich in dieser woche für das projekt farbe bekennen 2010. ich habe auch in den 16 wochen keine kampfhähne in kontrastkleidung getroffen, nur ein paar anhänger der schwarz-bunten szene beim wgt 2010 in leipzig. die sahen aber sehr friedlich und eher romantisch aus. ich will den frieden auch nicht weiter stören, denn das erledigen andere ja auch oft ohne  wunsch oder auftrag. vielleicht hat einer der anderen farbenbekenner im flickr-pool ja eine solche szene abgelichtet oder gar gemalt.

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das erste foto zeigt mein geliebtes „mistvieh“, auch katze genannt, frau galotti, deren schwarz-weißes fell immer ganz besonders leuchtet, wenn ich mit ihr in der badewanne ball spiele. sie ist schon ziemlich gut im tor und hechtet beinahe jedem ball hinterher. der abstrakte vogel (?) auf dem zweiten bild hing in der street-art-ausstellung im pöge-haus. leider kann ich die signatur nicht entziffern, wenn das zufällig jemand weiß oder erkennt, dann bitte einfach im kommentarbereich melden. und die die frage „war’s das?“ (schon), stelle ich mir auch oft. meistens bekomme ich keine antwort darauf. den wandschriftzug habe ich ebenfalls im pöge-haus abgelichtet. die dame- bzw. mühle-spielsteine sind wie so oft aus dem grassimuseum für angewandte kunst (keine sorge, ich habe noch mehr fotos an diesem ort geknipst ;-)). das pixel-roboter-stencil ziert eine hauswand in der arndtstraße in der leipziger südvorstadt. wenn wir nicht von außerirdischen gesteuert werden, dann befinden wir uns wenigstens schon unter der kontrolle von maschinen. das doppel-m-logo der alten messe leipzig befindet sich am osttor des geländes. dieser alte zeitungsfetzen mit einer kritik über bertolt brecht  flatterte dort auf dem platz im wind herum. die verwitterte nummer der messehalle drei klebt an einer alten tür. der schwarze rabe ist nicht für den maroden zustand der ehemaligen messehalle zuständig, sitzt aber wohl ganz gerne auf dem aussichtspunkt. und als letztes wird mit dem wächter-lichtschalter auf den kontrast von hell und dunkel hingewiesen. denn schwarz und weiß ist auch ein unterschied wie tag und nacht.