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farbe bekennen 2010: bunt

mit riesigen schritten nähert sich das projekt farbe bekennen 2010 von frau himbeermarmelade dem ende. farbe 25 von 30 ist bunt, weswegen es eigentlich die farben heißen müßte. beinahe egal… wem es zu kunterbunt wird, der kann in die krittelecke gehen. ich knabbere derweil nicht nervös an den nägeln, auch wenn ich für die übernächste farbe bronze noch so gar keine idee habe. und wem das hier bei mir nicht bunt genug ist, der kann die  ergebnisse der anderen farbenbekenner gerne im flickr-pool betrachten.

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los gehts mit den beiden bunten glaskugeln mit abstrahierten meereswesen in – ratet mal – der ausstellung gefangenes licht im leipziger grassimuseum für angewandte kunst, woher auch die bunten flaschen und die gemmen stammen. wer zu hause kalte füße kriegt, kann sich auf dem markt mit puschen eindecken. (ich hab fußheizung. puschen kommen mir nicht in die bude!) vieles, was das herz von kreativen höher schlagen läßt, gibt’s in dem laden blaupause (architektur, modellbau, gestaltung, papeterie) in der süvorstadt. mir fällt an zum schluß nur die nicht annähernd zutreffende strophe eines volksliedes ein:

bunt, ja, bunt sind alle meine kleider,
bunt, ja, bunt ist alles, was ich hab.
darum lieb ich alles, was so bunt ist,
weil mein schatz ein maler ist.
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farbe bekennen 2010: grau

manchmal wünsche ich mir, so unsichtbar zu sein wie eine graue maus. vor allem dann, wenn sich aus heiterem himmel, der sich aus dem nichts verdunkelt, wieder eins dieser zahlreich dargereichten fettnäpfchen vor mir öffnet. erstens trete ich garantiert rein, weil ich im ausweichen nicht sonderlich gut bin, zweitens rutsche ich dann auch noch vorbildlich aus, damit auch alle anwesenden was zu lachen haben. muß ja so sein, sonst würde es nicht FETTnapf heißen. frau himbeermarmelade wünscht sich in dieser woche für das projekt farbe bekennen 2010 die farbe der unauffälligkeit. blaugrau wiederum finde ich bestechend schön, kommt aber erst in der nächsten farbpalette dran.  ich  kann auch den grauen zwischentönen zwischen schwarz und weiß viel abgewinnen, sie sind keine grauzone, sondern faszinierend in ihrer vielfalt. was die anderen farbenbekenner so an unbuntem gefunden haben, kann man wie immer im flickr-pool betrachten.

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die diaschau startet mit einem foto, bei dem der name kein zeichen ist – und zwar hat das modeatelier graue maus in der leipziger szenemeile karli seinen sitz. bei dieser designermode wirkt das grau eher edel und nicht fade. ein bißchen zu schwer war dieser als hausnummernschild umfunktionierte findling, um ihn als mitbringsel von der feldberger seenplatte bis nach leipzig zu wuchten. auch das hufeisen durfte an der tür des ehemaligen schweinestalls bleiben und wurde nur für den ernstfall geknipst. bei den glasobjekten in meiner heiß geliebten ausstellung gefangenes licht im grassimuseum für angewandte kunst strahlt das grau eine raffinesse aus, die man in dieser form nur selten sieht. die filigranen farbschattierungen lassen das material noch zerbrechlicher erscheinen. schimmel ist zwar eher iiiieeeehhh, aber in der makroaufnahme sieht er ja fast wie grauer samt aus. denkt euch den pfuipart einfach weg. (die aufnahme stammt definitiv nicht aus meiner wohnung!) in diese zink-mülltonne aus ddr-zeiten konnte man noch heiße asche von den kohleöfen einfüllen, daher rührt der heute fast vergessene name aschenkübel. heißes würde ich in die kunststofftonnen von heute nicht unbedingt schütten. das stinkt dann beim schmoren ziemlich widerlich. tja, und „fuck“ möchte ich auch hin und wieder laut rufen, nicht nur schreiben. die treppe habe ich auf der alten messe leipzig fotografiert, als der himmel gerade eine graue phase hatte. den zerbeulten zaun findet man am equipagenweg in markkleeberg. wie das passiert ist, kann ich freilich nicht beschreiben, weil ich nicht dabei war…

farbe bekennen 2010: blaugrün

aaahhh, ein farbton, den ich sehr liebe. blau ist mir zu blau, grün ist mir manchmal zu giftig, aber diese gemischte, undefinierbare, verwaschen wirkende farbe erinnert mich an alte weinflaschen, an regenfässer im garten, an tannenduft, an wanderungen durch den wald, in tiefen zügen diesen leicht harzigen geruch einatmend. frau himbeermarmelades wunsch beim projekt farbe bekennen 2010 soll erfüllt werden. andere farbenbekenner zeigen ihre motive wie immer im flickr-pool.

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die ersten vier glasobjekte stammen – ich wage es mir kaum noch zu schreiben – aus der ausstellung gefangenes licht im grassimuseum für angewandte kunst in leipzig. das trafo- oder heizhaus kann man in der platostraße in leipzig finden. die blaugrüne palmlilie (yucca) habe ich lokalen botanischen garten aufgenommen und den alten kachelofen im poegehaus in leipzig.

 

farbe bekennen 2010: limette

heute wird es wieder schwierig, die wöchentliche farbnuance für das projekt farbe bekennen 2010 von frau himbeermarmelade zu treffen. limette. sauersauersauer, lall, caipi, rohrzucker und cachaça, beschwingt nach hause taumeln – das sind so die ersten assoziationen. früher hätte man noch grüngelb dazu gesagt, aber neumodisch bekommt die farbe eben eine fruchtige komponente. mögen mir künstler und fotografen und farbkenner nachsehen, wenn ich mich mal mehr in richtung gelb, mal mehr in richtung grün bewege, nur deswegen, um nicht eine limette zeigen zu müssen. im flickr-pool können das vielleicht einige andere farbenbekenner besser darstellen als ich.

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ganz besonders bemerkenswert fand ich die ton in ton in kroko gekleidete dame am nachbartisch einer eisdiele in leipzig-schleußig. wahrscheinlich gabs bei ihr auch noch limoneneis. das werberad stand/steht an der karli/ecke kurt-eisner-str., die leiter findet man in leipzig dösen auf einem ehem. fabrikgelände und die inneneinrichtung stammt aus irgendeinem der zahlreichen läden, in denen ich einen meiner freunde zum hosenshoppen begleitet habe. er wurde fündig, nur mein kopf grad nicht mehr auf der suche nach dem standort. ich glaube aber, es in der petersstraße verorten zu können *haarerauf + denkerstirn*.

verbummelt

ich habe es gestern ja zu nichts gebracht, weil ich mich ausruhen wollte. hinzu kam eine überdosis schlaftabletten,  also nicht bei mir, sondern die hatte mein rechner geschluckt. deswegen kann ich erst heute noch zwei bilder für das projekt farbe bekennen – silber – nachliefern, die ich am samtsag in der innenstadt gemacht habe. fudelchen hatte sich ja kritisch geäußert, daß ich immer nur verfall fotografiere oder vorwiegend. das wird kaum etwas an meinen persönlichen vorlieben für alte gebäude und alten krempel ändern. aber diese beiden beispiele tanzen schon mal aus der reihe. das hier ist eine edel und zugleich kühl wirkende deckenkonstruktion mit lichtpfeiler in der mädlerpassage. bißchen schräg aufgenommen, damit es nur nicht zu modern wirkt.

die beiden lebenden statuen habe ich in der grimmaischen straße fotografiert. sie versilbern sich ihren unterhalt durch unbeweglichkeit. nur, wenn euronen oder centstücke in ihren gefäßen landen, danken sie mit einer hand, die sie zu ihren hüten hebt. innerhalb kurzer zeit haben sie sehr viel verdient. aber es ist auch sehr anstrengend, so lange still zu halten. außerdem vergißt man gerne auch mal, wie zeitaufwendig schminken und abschminken, ein- und auskleiden in diesem speziellen fall sind. es gibt definitiv schlechter bezahlte jobs, bei denen man sich zum affen machen kann. denn den wandelnden burger mit überbreite, so als ob die form schon die spätere figur vorwegnimmt, wollte ich partout nicht ablichten.  man achte bitte auch auf den leicht verkürzten und dadurch sinnveränderten werbeschriftzug im hintergrund. ich hoffe, sie haben ihr geld für andere dinge ausgegeben.

und die außerirdischen fallen heute schon wieder auf einem anderen planeten ein. ich komme einfach gerade nicht zu einer längeren geschichte.

ach so, die überschrift bezieht sich einerseits auf den vergammelten sonntag, andererseits aber auch auf mein talent, schmuck zu verlieren oder auf nimmer wiedersehen an unauffindbare stellen zu verlegen. deswegen kaufe ich mir den äußerst selten, ich würde die in sowieso nur wieder verbummeln.

farbe bekennen 2010: schwarz-weiß

heute wird es kontrastreich, ziehen die nichtfarben schwarz und weiß in den krieg, betreibe ich absichtlich schwarz-weiß-malerei, nee, nee, nee -fotografie. das möchte frau himbeermarmelade nämlich nur farblich in dieser woche für das projekt farbe bekennen 2010. ich habe auch in den 16 wochen keine kampfhähne in kontrastkleidung getroffen, nur ein paar anhänger der schwarz-bunten szene beim wgt 2010 in leipzig. die sahen aber sehr friedlich und eher romantisch aus. ich will den frieden auch nicht weiter stören, denn das erledigen andere ja auch oft ohne  wunsch oder auftrag. vielleicht hat einer der anderen farbenbekenner im flickr-pool ja eine solche szene abgelichtet oder gar gemalt.

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das erste foto zeigt mein geliebtes „mistvieh“, auch katze genannt, frau galotti, deren schwarz-weißes fell immer ganz besonders leuchtet, wenn ich mit ihr in der badewanne ball spiele. sie ist schon ziemlich gut im tor und hechtet beinahe jedem ball hinterher. der abstrakte vogel (?) auf dem zweiten bild hing in der street-art-ausstellung im pöge-haus. leider kann ich die signatur nicht entziffern, wenn das zufällig jemand weiß oder erkennt, dann bitte einfach im kommentarbereich melden. und die die frage „war’s das?“ (schon), stelle ich mir auch oft. meistens bekomme ich keine antwort darauf. den wandschriftzug habe ich ebenfalls im pöge-haus abgelichtet. die dame- bzw. mühle-spielsteine sind wie so oft aus dem grassimuseum für angewandte kunst (keine sorge, ich habe noch mehr fotos an diesem ort geknipst ;-)). das pixel-roboter-stencil ziert eine hauswand in der arndtstraße in der leipziger südvorstadt. wenn wir nicht von außerirdischen gesteuert werden, dann befinden wir uns wenigstens schon unter der kontrolle von maschinen. das doppel-m-logo der alten messe leipzig befindet sich am osttor des geländes. dieser alte zeitungsfetzen mit einer kritik über bertolt brecht  flatterte dort auf dem platz im wind herum. die verwitterte nummer der messehalle drei klebt an einer alten tür. der schwarze rabe ist nicht für den maroden zustand der ehemaligen messehalle zuständig, sitzt aber wohl ganz gerne auf dem aussichtspunkt. und als letztes wird mit dem wächter-lichtschalter auf den kontrast von hell und dunkel hingewiesen. denn schwarz und weiß ist auch ein unterschied wie tag und nacht.

farbe bekennen: silber

silber oder ag, wie der chemiker abkürzt, ist mir persönlich ja viel lieber als gold. silberfarbiges gibt es in abertausend varianten: von der alufolie über die niete, den reißverschluß, den türgriff bis hin zur lampe und zum zylinder (der mechanische) glitzert und blinkt es überall, ohne wirklich silber zu enthalten. ich sehe die farbe heute auch nicht so eng und werde es unterlassen meine paar schmuckstücke oder mein erbbesteck mit initialen hier abzulichten, von denen ich weiß, daß sie aus reinem silber sind, denn bei allen anderen legierungen würde meine haut sofort allergisch reagieren. und so bekommt frau himbeermarmelade für die wochenfarbe beim projekt farbe bekennen 2010 eben all das zu sehen, was ich für silbrig halte. die anderen farbenbekenner lassen es dann hoffentlich im flickr-pool ordentlich blitzen.

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ich beginne mit einem teeservice der sonderausstellung tea & coffee, piazza & towers. alessi. architektur für den tisch im leipziger grassimusem für angewandte kunst, von dessen zahllosen spiegelungen und brechungen ich einfach nicht genug bekommen kann. das nächste bild zeigt eine argand-lampe (um 1790, bronzearbeit von francois rémond, silberarbeit von antoine brigade), gefolgt von ein paar ollen löffeln (auch alles im grassimuseum aufgenommen – ich weiß, es langweilt langsam). den kasten mit dem extrem langen wort „haupterdungskasten“, das sich bestens für lesefehler eignet, habe ich pfingsten auf dem gelände des heutigen bildungs- und entwicklungszentrums der stadtwerke leipzig fotografiert. die fröhlich grinsenden uhus sind vom spielplatz im lene-voigt-park in reudnitz. endlich habe ich auch den namen des holzgestalters wieder parat: hans-georg kellner aus tabarz. und zum schluß gibt es noch eine rüstung für roß und reiter, damit sie sich für unverwundbar halten können. naja, die rüstung ist schon haltbarer als ein menschen- oder pferdeleben lang, schließlich hing die auch wieder im grassimuseum rum.