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computerkatze

ich war nur kurz an der tür, da schrieb n.n. folgende geistreiche zeile:

hallo9888888888888888888mjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjj1

vielen dank, liebe n.n., daß ich dich zitieren darf.

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ihr computer ist eventuell gefährdet

ja, vermutlich schwirren hundertausend würmer und viren in der kiste rum. oder der hat schlaftabletten geschluckt, die er sich auf rezept aus der apotheke geholt hat, weil sie nicht in meinem haushalt zu finden waren. so ein laptop hat ja beine. sie laufen manchmal sehr laaangsam. oder aber ihm droht ein akt menschlicher zerstörungswut, wenn er nicht bald mal wieder in die pötte kommt. seit fast zwei stunden müdelt der schläftop vor sich hin, dergestalt, daß ich kurz davor bin, ihn aus dem fenster zu werfen. so richtig wie bei einem paar, daß sich mit großem trara trennt. die nachbarn sollen ja schließlich auch was davon haben. ein bißchen schauspiel muß schon irgendwie sein.

weil das überlastete teilchen so schwächelt, dachte ich, eine softwareentschlackung könnte ihm gut tun. aber das flachbrett will ja schon kaum das fenster der systemsteuerung öffnen. und drücke ich gar auf den button entfernen, hach, na da föhnt mich der lüfter aber an, daß sich die entwicklungsbalken im schneckentempo nicht biegen, aber auch nicht bewegen. und zwischendurch dreht sich immer mal wieder die sanduhr, hiiiiin und heeeeeer, heeeeer und hiiiiin. wenn das so weiter geht, bin ich auch gleich hinüber. im moment schreibe ich auf meinem arbeitsrechner. während der meinige sich nebenan auf dem sofa hoch- und runterschleicht. denn natürlich greint er auch andauernd nach einem neustart. und schon heuuuult der lüfter wieder. da wollen unendlich viele tasten ganz doll gedrückt werden. ja, ich hab dich auch lieb. aber jetzt gehst du mir gerade total auf den wecker.

dabei ist auf der festplatte noch ein viertel frei. defragmentieren und datenträgerbereinigung tragen nicht gerade zu einem technischen wachstumsbeschleunigungsgesetz bei. ich wollte längst zwei andere posts für das projekt farbe bekennen vorproduziert haben. jetzt habe ich daran vollkommen die lust verloren. und dann meckert er andauernd rum, ich hätte die firewall nicht aktiviert. der piept wohl. klar ist die an, aber so lahm wie der schaltet, muß er schon mal iritierende botschaften aussenden. könnte ja sein, daß man mal wieder eine taste tätschelt. und wer tätschelt mir die hände, damit ich wieder sanftmut empfinde? na, laptop? wann drückst du zurück? wenn ich windows xp komplett entfernt und durch ubuntu ersetzt habe? für diese langwierige fingerübung brauche ich noch ein bißchen mehr fachwissen. aber dann… bist du fällig! und maul nicht mehr andauernd rum: bitte warten sie! heute abend geben sie ein anderes stück; das heißt jedenfalls nicht warten auf godot. und wir proben auch nicht für die verfilmung von die langsamkeit des seins.

menschmaschine

irgendwie sind alle in ferienstimmung. brütende hitze im büro, zwecks kühlender zugluft viele offene türen, die man nicht mal  mehr einrennen muß. selbst google hatte heute irgendwann keine lust mehr, sich anzustrengen. ich bombardierte je nach unterlassener information in den fernsehbeiträgen, die ich archivieren sollte, google mit suchanfragen. alleine an obiger fehlermeldung kann man ermessen, wie oft ich heute recherchieren durfte. die captcha-seite taucht nämlich nur dann auf, wenn eine extrem starke zunahme der zugriffe auf google.de eruiert wurde. irgendwann arbeitet selbst die datenkrake google am limit und kann nicht mehr zwischen individuum und automatisierten anfragen von robots unterscheiden. um das system vor dem crash zu bewahren, darf ich mein menschsein dann der suchmaschine mit der eingabe einer buchstabenkombinantion beweisen und genüßlich den button ich bin ein mensch drücken. es ist nämlich gar nicht gewünscht, viel zu suchen. google begrenzt also scheinbar seit neuestem die suchanfragen (und damit den wissenfluß, so viel zum thema informationszeitalter) pro ip und tag, um eine systemüberlastung zu verhindern. die suchmaschine mit dem slogan don’t be evil wittert hinter dem hart arbeitenden menschen eine maschine, denn das kennt sie wahrscheinlich nur aus wenigen büros. das schreit geradezu nach faulem zauber und nicht nach arbeitseifer. langsam werde ich den eindruck nicht los, daß es zwischen mensch und maschine nicht mehr nur unentschieden steht, denn maschinen und software führen unabhängig vom menschen einen unsichtbaren informationskrieg. und dann entschuldigen die sich auch noch für eventuelle entstandene unannehmlichkeiten. solch wertvolle informationen fressen einfach nur zeit. arbeitserleichterung sieht anders aus.

versklavung durch technik

dem foto nach zu urteilen, habe ich gestern draußen nichts verpaßt außer ein bis viele öffentliche saufgelage, mit allen hinterlassenschaften, die beim männertag dazu gehören. glasscherben, überreste eines einmalgrills, kotze und umgestürzte bauzäune. tja, das war leider keine wand, an der man sich beim heimweg abstützen konnte, weil die schuhe plötzlich vorne immer runder wurden, sondern dieser gegner gab freiwillig nach.

und ich habe mich am gestrigen feiertag fast gänzlich zum sklaven der technik gemacht. und die digitale sklaverei wird mich auch noch ein paar tage weiter verfolgen. durch meine löchrigen finger habe ich zwei falltechnikschäden zu beklagen: handy und externe festplatte (beide mit wackelkontakt). da bleibt mir ja nur noch das technische wettrüsten, denn auf dem alten stand der schlichten gewohnheit gibts einfach nichts mehr. wir hecheln der entwicklung ja fast nur noch hinterher. so erwarb ich eine externe festplatte (1tb), die ich gestern für den arbeitsmac und mein schlepptop partitionierte. das war ja noch die leichte übung. weitaus nerviger waren die schneckenmäßig kriechenden fortschrittsbalken beim backup für den mac und das trotz firewire 800. noch schlimmer war nur noch das formatieren für windows xp in ein ntfs-dateisystem. zwar kann man den rechner getrost nebenbei stundenlang ignorieren, aber die uhr rückte unaufhaltsam vor, bis es schließlich ein uhr war.

leicht unausgeschlafen erschien ich bei der arbeit, kam dennoch gut voran und hatte danach nichts besseres zu tun, als gleich noch mein defektes handy durch ein neugerät zu ersetzen. der programmier- und speicherspaß geht in die nächste runde. und wenn ich dann die daten gesichert habe, brauche ich nur noch eine neue sim-karte, um auch tatsächlich mit dem handy im netz surfen zu können. ich klopfe mir vorsorglich schon mal auf beide pfoten, um das wirklich nur im notfall zu benutzen, denn leider kann ich ja bei der einen arbeit keine privatmails lesen und demzufolge gerate ich in die bredouille, wenn beim anderen job jemand eine sofortige antwort erwartet. ich kann mich nicht entscheiden, welcher druck größer ist: der, nicht ständig verfügbar zu sein oder der, dann doch jetzt mal noch zwischendurch die nachrichten zu checken.

außerdem sieht es in meiner bude langsam aus, wie in einem technikgruselkabinett. überall hängen und liegen kabel, akkus, netzteile rum, so daß ich manchmal schon denke, ich müßte die geräte und die dazu passenden kabel in der gleichen farbe bemalen, um überhaupt noch zu wissen, was jetzt wohin gehört.

nebenbei habe ich noch mein blog-layout geändert. das bot sich bei einem gründlichen wechsel ja geradezu an. mir gefällt daran vor allem, daß die slideshow jetzt viel größer ist und die bilddetails auch besser erkennbar. aber jetzt ziehe ich erst mal die stecker alle raus und lasse die technik technik sein. ja, sie lebt noch. und sie wundert sich wie blöde über den traffic, bis sie sah, daß sie heute auf platz 2 der am schnellsten wachsenden blogs steht. uff, wie ungerecht verteilt die dinge doch manchmal sind… herrlich, wie der topbeitrag oben drüber die ganze chose karikiert.

all denjenigen, die auch ab und zu von diesem ganzen computerfortschritt etwas genervt sind, empfehle ich noch das video der ärger beginnt beim anmachen aus der sendung bauerfeind. genau so siehts nämlich aus.

ferngesteuert

wie man auf dem foto unschwer erkennt, handelt es sich hier um ein  bei einem update in meinem büro eingeflogenes ufo, das unheimliche leuchtsignale sendet. hätte ich doch nur auf stephen hawking gehört! aber nein, ich mußte ja unbedingt kontakt zu den außerirdischen wesen aufnehmen. und? wie wars? ähm, naja… sie haben mir zwei arbeitstage gründlich vermiest. alles begann gestern nach der mittagspause. ich wollte ein video auswerten. drückte mit der mouse auf die playtaste, das video startete, lief eine weile und sprang dann unvermittelt und ohne jegliche befehle meinerseits wieder auf die anfangsposition zurück. hmmm. ich klickte mit der mouse auf vorspulen, hielt die taste gedrückt, es spulte vorwärts und wieder landete das video wie von geisterhand ferngesteuert am anfang. das spielchen ging eine ganze weile so hin und her, auch nach einem neustart des programms. als ich das unerklärliche phänomen schließlich einem computeraffinen kollegen zeigen wollte, funktionierte alles wieder picobello. klassischer vorführeffekt, grummelte ich in mich hinein, schluckte den ärger runter und arbeitete ungestört weiter.

heute begann der ganze spaß wieder nach zwei stunden. nein, ich hatte keine blöden tastenkombinationen gedrückt und auch keine einstellungen geändert. letzteres kann nämlich nur die it-abteilung. also dort angerufen. it-mensch kommt, hah, fehler sogar immer noch sichtbar, it-mensch kämpft mit der digitaltechnik, gewinnt und fast alles ist wie früher. fast heißt in diesem fall, daß der timecode jetzt nicht über dem video mitläuft, sondern im bild, was natürlich die sicht auf das gefilmte deutlich einschränkt. außerdem ist der videohintergrund nun grau statt schwarz, was den effekt hat, daß die kontraste schwächer sind. nerd macht frickelfrickelfrickel… nichts ändert sich. ich bin derweil an den benachbarten arbeitsplatz umgezogen, wo übrigens mit dem identischen benutzerprofil die spezialsoftware reibungslos schnurrt, muß aber am angestammten rechner immer wieder mein paßwort eingeben oder mich abmelden. weil der nerd immer wieder telefonisch hilfe von anderen nerds einholt, kann ich nicht mehr arbeiten. ich klimpere ein bißchen mit den fingern auf dem tisch klavier, bis der nerd schließlich aufgibt, weil er nicht mehr weiter weiß.

warum müssen altersschwache rechner immer so zickig und wirr werden? ich ziehe da einige parallelen zu den menschen. mir fällt david lynchs plan ein, in berlin auf dem teufelsberg eine universität unbesiegbares deutschland zu bauen, in der transzendentale meditation gelehrt werden soll (das ist nicht der plot seines neuesten films, sondern for real!). oder die schrullige norwegische königstochter märtha louise, die mit schutzengeln konferiert. so, und welchen spleen denke ich mir aus, um mich interessanter zu machen oder meine langeweile totzuschlagen? geistersuche? himmelserscheinungen? oder doch lieber die suche nach seeungeheuern?

staubzuchterfolg

behaglich und verdächtig warm wurden meine oberschenkel. keine sorge, ich gebe mir nicht die bild- oder facebookblöße. ich beschreibe nur den zustand, wenn das leicht angegraute laptop vom schreibtisch in eine bequemere position miteinbezogen wird. schon beim starten seufzt, ächzt und saugt der lüfter, als würde ein empfindlicher zahn mit wechselwarmen speisen konfrontiert. war das früher auch schon so? hmmm. auf der tastatur schreiben, macht auch nicht mehr wirklich spaß. beim r knirscht und klemmt wohl ein brotkrümel drunter, und die neun funktioniert nur noch mit kräftig zuhackendem finger. meistens jedoch verweigert sie schlichtweg und mit heftigem widerstand den dienst. neun? nein… kein anschluß unter dieser nummer, nur noch buchstäblich.

gröbliche vernachlässigung. da hilft wohl nur noch aufschrauben und reinigen und ein gaaanz ruhiges händchen und wenn man gläubig ist, vielleicht ein stoßgebet, damit am ende der bildschirm nicht schwarz bleibt. an alle hausstauballergiker: bitte sofort den raum verlassen!  während man sich vorsichtig bis zum lüfter vorschraubt, klappen öffnet und immer wieder denkt – keine falsche bewegung, oder es knallt, wenn du den netzstecker einstöpselst und anschaltest – gelangt man plötzlich an einen etwa ein zentimeter dicken streifen. im ersten moment hält man das vielleicht für einen lüftungsschlitzschutz aus schaumstoff, aber nein, es ist, brrrrrrrrrrrrr, ähx. für’s grobe den staubsauger und für den schmodder feine schwämme. alles wieder in die richtige lage bringen, zuschrauben, stecker rein und… aaah, leises surren. was vorher wie der fön auf heißluftstufe drei für ohnehin ultrakaputtblondierte klang, geht nach der fummelnummer nun wieder dezent im konzert der soundmaschine unter. aber wie blöd ist das denn, daß ich mich jetzt beim schreiben in eine wolldecke wickeln muß?

laptop-innenleben mit 'künstlerisch wertvoller' staubsammlung

staubzuchterfolg: laptop-innenleben mit künstlerisch wertloser sammlung.

datendiebe

als ich heute eine collage einscannen wollte, bekam ich folgende meldung, an der umfrage (extended survey program) des herstellers teilzunehmen:

druckerder text erinnert ungemein an die anrufe von marktforschungsinstituten mit ihren eintönig abgelesenen einfängersätzen, die man nur schwer unterbrechen kann, um mitzuteilen, daß man gerade gar keine zeit und generell keine lust auf solche anrufe hat. anfänglich bedankt sich der hersteller nämlich für die unterstützung, während man irritiert den satz in sich nachhallen läßt. wie? wann habe ich denn für diesen kram mein einverständnis erteilt? kloßartiges schlucken, kehlkopf zugeschnürt! erst im letzten textabsatz erfährt man, daß es sich um ein zukünftges projekt handelt. logisch entscheide ich mich für nicht akzeptieren. denn was weiß ich als laie schon vom bedeutungsgehalt dieser aufgezeichneten informationen: bs-versions-, sprach- und anzeigeeinstellungsinfos, gerätetreiber und anwendungs-software-nutzungsprotokolle, id-nummer des druckers, installationsdatum und -uhrzeit, tintenverbrauch, anzahl ausgedruckter seiten und wartungsinfos. dazu der übliche hinweis, das sonst keine daten erfasst werden. na, da bin ich aber gaaanz beruhigt. wo ich nur eine verschwommene vorstellung davon habe, was man wohl mit den dokumentierten daten so alles anstellen kann…

und in diesem kontext fällt mir ein, daß ich noch recht wenig im netz darüber gelesen habe, wie die mittlerweile üblichen multifunktionsgeräte (kopierer, scanner, fax, drucker) von hackern ausspioniert werden können. mit relativ geringem aufwand gelangt der gewiefte zugriff auf ungesicherte geräte und deren web-interface und kann ausgedruckte/kopierte dokumente per webprotokoll einsehen, ausdrucken, manipulieren. nebenbei könnte auch der admin sehen, welche privatkopien auf firmenkosten angefertigt werden. und wenn schon eine kassiererin für einen pfandbon in höhe von 1,30 € fristlos gekündigt wurde, warum sollte nicht irgendein paranoid-pedantischer chef in einer kopie im wert von einem cent ein ähnlich zerstörtes vertrauensverhältnis sehen. abgesehen davon habe ich noch von keinem der hersteller die eingeforderte ruhmesverkündung gelesen, daß ihre geräte jetzt den ansprüchen des datenschutzes bei automatischer installation genügen würden. die online verfügbaren daten interessieren offenbar auch den bnd. das bundesamt sicherheit informationstechnik (bsi) gibt lediglich den lapidaren hinweis, daß für die datensicherheit der administrator bzw. privatnutzer verantwortlich ist. na toll! und wie??? habe ich den bruderkuß zwischen herstellern von informationstechnik und dem geheimdienst verpaßt? oder hat das im halbdunkel tappen lassen methode?