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tausch

tausche dünne haut gegen dickes fell.

bevor es mir so geht wie dem männchen auf dem stencil, lege ich dann doch ernsthaft eine blogpause für unbestimmte zeit ein. und bei dem spruch „love is a bitch“ brauche ich nur love mit life austauschen, dann trifft es den nagel auf den kopf. bis demnächst…

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protest-post

wenn ich heute noch eine weitere spammail von longharry48(at)freenet.de für sein roulettespiel aus dem spamfilter löschen muß, starte ich einen öffentlichen aufruf, das postfach von longharry48 mit allen möglichen blablabla-meldungen zu füllen (longharry48 trägt in meiner vorstellungswelt schnauzer und vokuhila. nomen est omen.) wer macht mit? akismet schafft es ja leider auch nach der 666. spammail nicht, müll von echten kommentatoren zu scheiden. und diese sinnfreien kommentare sind SOOO überaus dämlich.

glücksklee

zuckerwattehimmel lockte mich heute in den botanischen garten. an dieser stelle bin ich gestern zur ruine rechts der neuen semmelweissbrücke abgewichen, ohne mein ziel jedoch ganz aus den augen zu verlieren. es wurde nur vertagt. der unten sichtbare ringlokschuppen gehörte zum bahnbetriebswerk bayerischer bahnhof. auf der anderen seite der brücke sichtete ich ebenfalls noch eine heute leerstehende halle, die einstmals dazu gehörte. der ringlokschuppen und die noch vorhandene drehscheibe sollen laut db restauriert werden. die oberirdische s-bahn-haltestelle an der semmelweisstraße ist bereits weitgehend fertiggestellt und soll über vier andere haltestellen durch den umstrittenen city-tunnel bis zum hauptbahnhof führen. der bahnsteig hat jetzt schon einige graffiti-verzierungen, obwohl er noch nicht mal eröffnet ist. die ruinenbilder zeige ich vermutlich im lauf der woche noch, bisher habe ich nur einen teil gesichtet und bearbeitet, und außerdem versuche ich ja derzeit unangestrengt zu leben.

im botanischen garten in der linnéstraße habe ich dann diesen vierblättrigen glücksklee gefunden, der heute ganz hervorragend mit dem thema harmoniert. mir fehlen noch 26 kommentare bis zum 2999. dabei sind meine eingeschlossen, denn der wp-zähler hat ja leider keine einstellung, fremde kommentare von eigenen zu unterscheiden. da der 3000. vermutlich ein eigener sein wird und ich sowieso schnapszahlen bevorzuge, soll derjenige, der den 2999. kommentar schreibt eine klitzekleinigkeit von mir bekommen. ich habe ja nun schon auch den 30.000 besucher zu würdigen verpaßt. das KANN ja nicht angehen. hoffentlich versäume ich es nicht wieder, weil der zähler ja auch nachts läuft, wenn ich schlafe und andere noch höchst aktiv unterwegs sind…

viel glück!

Geschützt: rien ne va plus

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postflutfreuden

hatte sich die wortfeile doch hier am ersten juli über die postalische ödnis in ihrem briefkasten beschwert, der nicht nur äußerlich grau/enhaft aussieht, sondern auch innen vorwiegend mit rechnungen, werbemüll und mahnungen bestückt wurde. und die reaktionen auf diesen post waren… tataaa! post/karten! richtige, echte postkarten! handgeschrieben! und alle so liebevoll ausgesucht, daß ich vor freude immer wieder durch die wohnung gehüpft bin. klar war, daß kein liebesbrief kommt. woher auch? aber es gibt die liebe in unterschiedlichen formen. die liebe in gedanken, die heimliche, die brennt und lodert und doch ersticken muß, weil das lechzende, glühende zünglein zu oft an der vergeblichkeit leckt.

und nun zeige ich mal, was die lieben blognachbarn geschickt haben und möchte mich nochmals ganz ausdrücklich und herzlich bedanken. ihr habt die gelegentliche tristesse mit buntheit gefüllt und bringt mit euren worten immer wieder leben in die stille bude:

eine vorzügliche wahl hat die liebe freidenkerin mit dieser karte und vor allem dem zitat von balzac getroffen. der gruß flatterte gleich als erster in mein postfach. die karte erinnerte mich sofort an das märchen vom häßlichen grauen entlein.

ich wußte bis zu dem moment, als frau tonaris postkarte einen tag später eintraf, nicht, daß marzahn so schöne seiten hat. ich glaube, ich muß mal mit frau tonari in den gärten der welt bummeln gehen. wunderschöne anlage, liebe worte auf der rückseite… ihr kennt doch noch das wort „briefgeheimnis“? auch wenn der postbote das lesen konnte, ich drehe die karte nicht um ;-). frau tonari hat mich auch ermuntert, an der aktion postkartenwichteln von frau schmitt mitzumachen. gestern sollten die drei postkarten von bloggern an mich versendet werden. ich warte natüüürlich gaaanz geduldig!

ruthie hat mir passend zu ihrem schier unendlichen fundus an blumen und wissen rundherum um die pflanzen eine wunderbare rosenkarte geschickt, sogar politisch korrekt von unicef. ich habe artig wort gehalten und das dort verratene geheimtreffen in münchen nicht vorzeitig ausgeplauscht. ich kann nämlich schweigen wie ein grab, wenn ich will.

und chinomso hat mich daran erinnert, daß ich mich als schmuckgestalterin meines lebens betätigen sollte. habe ich mir doch glatt im urlaub nach über 18 jahren einen zweiten silbernen ring mit drei zirkonen gekauft. er wird mich täglich an die liebste zeit des jahres, die urlaubszeit, erinnern und meine sehnsucht nähren.

und meine kammerzofe, ähm, ach nein, wie fies, nachbarin wollte ich sagen, hat sich damit revanchiert, mein paket mit dem sonnenschirmständer angenommen und mir das oben drauf gelegt zu haben. ich zeige jetzt mal kein foto von meinen fast verdorrten margeriten, den elenden, sorry!, schluckspechten. ich habe sie gestutzt und hoffe auf den wortfeilschen grünen daumen. die nachbarin hat entweder was gesteckt bekommen oder aber auf meine postkarte mit dem aufdruck „störe deinen nächsten“ etwas feinfühliger reagiert als üblich. ob es langzeitwirkung zeigt, weiß ich freilich nicht.

uuund… marianne hat auch schon post angekündigt *nervös mit den fingern auf den tisch klopf*. hach, wenn ich doch nur geduldiger sein könnte! außerdem bin ich unersättlich. so lange ich atme, hoffe ich mal, daß das so bleibt. und für fudelchen habe ich neulich auch mal das hier fotografiert:

es war in dieser langen leipziger straße so ziemlich die einzige historische beschilderung an einer hauswand, die übrig geblieben ist, neben einem neuen, häßlichen schild in mittelblau. wahrscheinlich zieren die geklauten schilder jetzt irgendwelche wohnungen von irgendwelchen anderen mariannenfreunden. schade das!

frei und leichtfüßig

so oder so ähnlich wird der blick sein, den ich nun acht tage lang von der terrasse aus habe. kein meer. feld, baumkronen und himmel. im feld ab und zu rehe. am himmel raubvögel und kraniche. das bild stammt aus dem vorjahr, als es recht frisch war und ich nicht den kleinen zeh in die zahlreichen seen der umgebung stecken wollte. das wasser war sooo schrumpfklein! in diesem jahr werde ich wohl kaum rauswollen, wenn man den prognosen glauben schenken darf. ab und zu jagt einer der 70 nachbarn mit dem rasenmäher durch seinen garten, gelegentlich tuckert ein traktor vorbei. individualverkehr von arbeitenden kommt stoßweise morgens um 5 uhr und gen 17 uhr vorbei. zweimal pro woche hält der bäckerwagen vor der tür. sollte man nicht verpassen, sonst ist der nächste brotposten ein paar kilometer entfernt. der nächste sendemast ebenso. dafür ist der briefkasten vor dem haus. kein internetanschluß, kein handyempfang. was für ein luxus der relativen ungestörtheit.

ihr müßt nun gaaanz tapfer sein ;-). frau wortfeile widmet sich jetzt dem geliebten kofferpacken, dabei hängt die hälfte der wäsche noch naß auf dem trockner, wird aber bis morgen früh wenigstens klamm sein. dann dreht sie noch eine blogrunde und kriecht vorfreudig ins bett. morgen um die uhrzeit ist sie irgendwo an der feldberger seenplatte und denkt vermutlich dennoch an irgendetwas, pflückt beeren, wandert, fotografiert oder schwimmt. am montag wird es einen artig vorproduzierten text zum projekt farbe bekennen geben. ansonsten herrscht ruhe. kein feilengeräusch. neues könnt ihr wie immer in meiner blogroll entdecken. altes, daß ihr aber oft noch nicht kennt, findet ihr unter der rubrik retro.

machts gut! ich wünsche allen daheimgebliebenen eine schöne zeit…

avatar

nein, ich bin immer noch nicht zum science-fiction-filmfreund geworden. james wer? gestern kam hier die frage nach meinem avatarbild  auf. da ich mich ungern wiederholen möchte, verweise ich mal auf einen älteren text von mir über den vermeintlichen dokumentarfilm exit through the gift shop über den von mir hochgeschätzten street-art-künstler banksy, von dem auch dieses stencil stammt, das ich etwa 2007 in berlin-mitte mit einer lausigen handykamera fotografiert habe. zwar zählen ratten nicht für jeden zu den possierlichsten geschöpfen der welt, aber mit schablonen gesprayt sind sie doch außergewöhnlich schön.

außerdem habe ich gestern endlich mal wieder zeit gefunden, meine blogroll mit neuem lesefutter zu bestücken. und da kommen in zukunft sicher noch einige perlen hinzu. ich bin ja auch neugierig auf die ideen- und bildwelten der anderen, habe nur nicht immer so viel zeit zum blogreisen. frau wortfeile möchte gerne ihre neuentdeckungen teilen und das nicht nur auf so einer versteckten seite,  die relativ selten beachtung findet. deswegen bekommen die neuen hier einen lauschigen platz im vordergrund: chinomso, clara himmelhoch, fudelchen a.k.a marianne, paradalis, lebensumbau, linker mops a.k.a katerwolf, rosenruthie, das tagebuch von befue und frau tonari. in der blogroll findet ihr zu den blogs eine kurzbeschreibung. sollte sich jemand nicht wiedererkennen, dann  darf er das deklarieren.