nix da!

wenn es einmal nichts mehr gibt, dann ist das doch immerhin etwas; nämlich eine ansage oder aussage. oder wie sag‘ ich’s bloß.

ps: ich verzieh‘ mich wieder für ein paar tage ins stille eck. der kommentarbereich ist heute geschlossen. wie alles andere eben auch aus ist.

windfang

alles, was fliegen kann, hat sich im maschendrahtzaun verfangen. und zum glück wachsen keine knallerbsenzweige hinein, weil das wäre ja justizwürdig.

das hat sich schon ganz erschöpft von der vielen juristerei zusammengerollt.

unpolierte breitreifenfelgen schützen nicht vor blätterbefall oder platten. so ein trockenes blatt in den radspeichen erzeugt übrigens auch eine illustre geräuschkulisse.

headbanging eines aufgedröselten fadens im wind.

hinter gittern

in eine verfängliche situation ist das ahornblatt am zaun vor dem leipziger polizeirevier süd geraten. also wirklich, müssen sogar sterbende in polizeigewahrsam genommen werden!? wie wohl handschellen und fußfesseln für blätter aussehen?

und das schöne daran…

… am herbst, sind die farben. oder der sturm, der einiges einfach umhaut.

verrückt

ver:rückt ist das, was für andere nicht norm:al ist. norm:al ist das, was andere als ver:rückt empfinden. gemeinsamkeiten gibt es nicht. nur abweichungen. (ist) irre (sein)!? meschugge, gaga, dada und plemplem. wahnsinnig. schrill. schlicht. aberwitzig. hirnrissig. gestört. ungestört. gelitten. zersplittert. verfolgt. verrucht. absurdes (wort)theater. ein zerrissenes ich. welten. realitäten. unmöglichkeiten. wünsche. träume. fallenlassen.

verrückt (kopfhörer auf die lauscher, volle pulle aufdrehen und einmal urschrei dazu, yeah!)

…, denn die seelentänzerische musik von illute habe ich im schaufenster des leipziger plattenlabels analogsoul entdeckt. einfach weil ich über den cd-titel stolperte, der da lautet: „immer kommt anders als du denkst“ und das zunächst für einen grammatikalischen fehler hielt. cd-cover und die seite in der schreibmaschine belehrten mich über eine störung im wortgefüge, die sinn ergibt. denn es ist, wie es ist. so. richtig. und wer kein tip-ex hat, korrigiert nicht. basta! früher war es manchmal einfacher, weniger perfektionistisch. das geht auch heute noch, wenn man willkanndarf. immer ist eine lebenslüge.  und nie? wann ist das? immer ist nur jetzt in dem moment. just. eben. und du so?

mit diesen beiden fotos setze ich meine reihe mit außergewöhnlichen fensterdekorationen fort. die anfänge kann man hier und da sehen.

der himmel über leipzig

der himmel gab heute farblich beim flanieren alles, was der herbst so zu bieten hat. dementsprechend wechselhaft waren die lichtstimmungen (wenn ich mal so launisch sein dürfte…). sobald die sonne verschwand, war – passend zum wochenfarbthema –  einfach alles mit einem grauschleier überzogen.

farbe bekennen 2010: grau

manchmal wünsche ich mir, so unsichtbar zu sein wie eine graue maus. vor allem dann, wenn sich aus heiterem himmel, der sich aus dem nichts verdunkelt, wieder eins dieser zahlreich dargereichten fettnäpfchen vor mir öffnet. erstens trete ich garantiert rein, weil ich im ausweichen nicht sonderlich gut bin, zweitens rutsche ich dann auch noch vorbildlich aus, damit auch alle anwesenden was zu lachen haben. muß ja so sein, sonst würde es nicht FETTnapf heißen. frau himbeermarmelade wünscht sich in dieser woche für das projekt farbe bekennen 2010 die farbe der unauffälligkeit. blaugrau wiederum finde ich bestechend schön, kommt aber erst in der nächsten farbpalette dran.  ich  kann auch den grauen zwischentönen zwischen schwarz und weiß viel abgewinnen, sie sind keine grauzone, sondern faszinierend in ihrer vielfalt. was die anderen farbenbekenner so an unbuntem gefunden haben, kann man wie immer im flickr-pool betrachten.

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die diaschau startet mit einem foto, bei dem der name kein zeichen ist – und zwar hat das modeatelier graue maus in der leipziger szenemeile karli seinen sitz. bei dieser designermode wirkt das grau eher edel und nicht fade. ein bißchen zu schwer war dieser als hausnummernschild umfunktionierte findling, um ihn als mitbringsel von der feldberger seenplatte bis nach leipzig zu wuchten. auch das hufeisen durfte an der tür des ehemaligen schweinestalls bleiben und wurde nur für den ernstfall geknipst. bei den glasobjekten in meiner heiß geliebten ausstellung gefangenes licht im grassimuseum für angewandte kunst strahlt das grau eine raffinesse aus, die man in dieser form nur selten sieht. die filigranen farbschattierungen lassen das material noch zerbrechlicher erscheinen. schimmel ist zwar eher iiiieeeehhh, aber in der makroaufnahme sieht er ja fast wie grauer samt aus. denkt euch den pfuipart einfach weg. (die aufnahme stammt definitiv nicht aus meiner wohnung!) in diese zink-mülltonne aus ddr-zeiten konnte man noch heiße asche von den kohleöfen einfüllen, daher rührt der heute fast vergessene name aschenkübel. heißes würde ich in die kunststofftonnen von heute nicht unbedingt schütten. das stinkt dann beim schmoren ziemlich widerlich. tja, und „fuck“ möchte ich auch hin und wieder laut rufen, nicht nur schreiben. die treppe habe ich auf der alten messe leipzig fotografiert, als der himmel gerade eine graue phase hatte. den zerbeulten zaun findet man am equipagenweg in markkleeberg. wie das passiert ist, kann ich freilich nicht beschreiben, weil ich nicht dabei war…