freiheit

alle welt sehnt sich nach freiheit, und doch ist jedes geschöpf in seine ketten verliebt; das ist der urwiderspruch, der unentwirrbare knoten unserer natur. *

*sri aurobindo, kaskaden des lichts

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32 Antworten zu “freiheit

  1. Aber der Knoten gefällt mir und jeder ist seines Glückes Schmied…egal ob Gold, Silber oder Edelstahl.

    Hab einen schönen Sonntag und liebe Grüße

    Marianne 🙂

    • manche knoten sind zu fest, manche sitzen, manche sind zu locker. da ist dann feintuning angesagt ;-).

      ich wünsch dir ebenfalls einen wunderbaren sonntag mit deinen beiden enkeln und dem chef ;-).

      liebgruß von frau w.

  2. Unentwirrbar? Echt?
    Muss ich mal drüber nachdenken, ob das auch stimmt. Ungern nehme ich solche Aussagen als Gesetzmässigkeiten hin.

    Das Foto ist Klasse.
    Hab einen schönen Sonntag.

    • solche zitate eignen sich prima für lebensphilosophische diskussionen. für mich sind sie nicht geschriebenes gesetz, sondern eher thesen, die man widerlegen oder befürworten kann. das ist eigentlich jeder text für mich. die vielheit der lesarten ist der reiz daran. manchmal brauchen wir die knoten. dennoch gibt es viele, die um freiraum kämpfen – im sinne sozialer gerechtigkeit oder für den frieden. wenn es dann um unsere sog. zivilisationsfreiheiten geht, krieg ich manchmal die krise.

      das foto entstand nur, weil ich mich noch mal umgedreht habe. der zaun mit dem stacheldraht obendrauf war für mein auge nicht so sonderlich reizvoll. so gefällts mir besser.

      ich wünsch dir das auch, liebe chinomso!

  3. Das, was ich jetzt schreiben wollte, hast du bereits zu Marianne gesagt, liebe Frau W., deshalb wünsche ich dir an dieser Stelle einen wunderschönen Sonntag!
    🙂
    Liebe Grüße und Guten Morgen!
    Heike

  4. Wieder so ein Spruch, über den man lange nachdenken kann und der so abstrakt gehalten ist, dass jeder ihn mit seiner persönlichen Freiheit und Unfreiheit füllen kann. Wahrscheinlich ist es so: wenn man etwas oder jemanden liebt, ist das automatisch mit gewissen Unfreiheiten verbunden. Das ist der Preis, den man zahlt … Allumfassende Freiheit gibt es nicht.

  5. Wow, sehr eindrucksvolle Kombination von Text und Foto! Die „Ketten“ sehen so filigran aus. Aber wehe, wehe, wenn man in ihnen hängen bleibt!

  6. Oha, der unentwirrbare Knoten unserer Natur?

    Hmmmm, das muss ich erstmal sacken lassen.
    Neee, da kommt bei mir kein klärender Gedanke zu.

    • damit ist ja die menschliche natur gemeint. und kann man wirklich jedes puzzleteil seines lebens aufdröseln oder bleiben am ende nicht nur ein paar fragmente, die positiv oder negativ aufflackern?

  7. ich hatte heute ein massives problem mit kletten und dornen. ketten waren ok heute 😉

    hab nen schönen sonntagabend, meine liebe, deine katerwolf

  8. Ich dachte beim Betrachten des Fotos auch sofort, dass es der Stacheldraht von der fieseren Sorte ist – der normale piekt nur und zerreißt die Sachen, der hier kann sich richtig festhaken und den arg ärgern, der ihn überwinden will. – In meine „Ketten“ verliebt war ich wohl noch nie, habe sie aber in notwendigen Zeiten akzeptiert.
    Lieben Gruß von CC

    • dabei stehen hinter dem fiesstacheldraht nur alte, riesige baucontainer, noch dazu leere. ich würde die ja nachts nicht wegtragen. ich muß grad mal ein paar ketten lockern, andere überhaupt erst mal binden.

      gutgruß an frau himmelhoch.

    • Liebe CC,

      das ist das schöne an solchen kurzen Sinnsprüchen finde ich. Jeder kann etwas anderes darin entdecken. Ich bin der Meinung, hier wird in knappen Worten unserer Welt der Spiegel vorgehalten. Scheinbar träumen alle von der großen Freiheit. Davon gehen zu können wohin man will, alles erreichen zu können, wovon man träumt und von nichts und niemandem davon abgehalten zu werden.

      Was wir uns aber auch wünschen ist Sicherheit. Und wenn man uns Sicherheit verspricht, selbst wenn in unserer persönliche Freiheit eingegriffen wird, dann neigen wir dazu diese Ketten zu akzeptieren, ja zu begrüßen.

      Doch unsere Ketten sind vielfältig und anders als Zaun und Stacheldraht bestehen sie meistens nicht aus blanken Metall. Auch das sichere Gefühl gemocht zu werden oder die warme Sicherheit ein Heim und eine Familie zu haben können für uns Ketten sein. Und dass diese Dinge notwendig und wichtig sind für uns, da sind wir uns sicher einig.

      So wollen wir unsere Ketten abstreifen und frei sein und könnten in völliger Freiheit, die sich wohl nur einstellt, wenn man nichts mehr zu verlieren hat, doch niemals überleben.

      Das nenne ich einen unentwirrbaren Knoten.

      Lg Nyx

  9. Pingback: freiheit (via VEB wortfeile) « Nyx

  10. Hab dich äh, gereblogged oder so.

    Starker Eintrag. Vielen Dank für den Denkanstoß und das geniale Bild dazu.

    Nyx

    • danke dir. ich wäge gerade pflichten und freiheiten gegeneinander ab. erstere hatten lange zeit die oberhand. es endete nicht gut.

      klar darfste vervielfältigen :-).

      liebe grüße von frau w.

      • Also die Funktion von WordPress war mir neu, aber man lernt immer wieder dazu 🙂

        Das Abwägen ist entscheidend! Ein Gleichgewicht braucht man in allen wichtigen Bereichen des Lebens oder? Ich finde das richtige Maß der Dinge zu finden, wenn es um Pflichten geht ist ganz schön schwierig. Aber ich bin ja noch ganz jung 😉

        Lg Nyx

        • ich kenne die auch nicht lange und habe es eben erstmals gesehen :-).

          manchmal wird man in situationen von außen gezwungen, dann richtet man sich darin ein und wagt keinen ausbruch mehr. das kann richtig nach hinten losgehen, ob man nun schon mal vom gleichgewicht gehört hat oder nicht. vieles wird schnell zur verpflichtung und zur gewohnheit, so schleichend, daß es erst viel zu spät wahrgenommen wird. ein gleichgewicht wiederherzustellen, wird mein nächster akt. wenn man es in jungen jahren schon erlernt, ist das umso besser :-).

          lg von frau w.

          • Na dann, liebe Frau von W., wünsche ich viel Erfolg beim nächsten Akt. Ich bin mir ganz sicher, dass das gut klappt, wenn du die Situation jetzt überblickst. Immerhin sehe ich hier sehr viel Wortgewandtheit und Scharfsinn am Werk 😉

            • bis auf den kleinen unterschied zwischen reden und handeln ;-). ich gebe mir mal in mancher hinsicht weniger mühe und wühle ein bißchen rum wie ein wildschwein, dann schnaube ich und mal gucken, was zum vorschein kommt :-).

  11. Wie wahr, wie wahr 😉

  12. Wäre denn die völlige Freiheit, wenn man sie denn hätte, dann aber nicht sehr unsozial?…

    • davon rede ich gar nicht, liebe margot, denn dein einwand ist völlig richtig. es geht um eine persönliche freiheit der gedanken. und wird oft durch verpflichtungen überreguliert. jeder hat da auch ganz unterschiedliche bedürfnisse, die man sowieso kaum ändern kann. aber in gedanken, da will ich völlige freiheit.

      • Die sogenannte Freiheit der Gedanken wird immer irgendwie reguliert, eingeschränkt – von altüberkommenen Werten (die ja auch durchaus ihren Sinn haben), von unserer Erziehung, unserem Erbgut, welches unser Verhalten stark steuert und prägt, den Instinkten…

        • das macht auch durchaus sinn. aber die schranken, vor denen man zurückweicht, setzt sich dann auch jeder selbst, in dem man sich zügelt, unterordnet, verzagt. ideen, die heute noch als verrückt gelten, sind vielleicht in zehn jahren absoluter konsens. wir wissen das aber nicht. wir können die ideen nur prüfen, abwägen mit bedacht – das ist auch nicht leicht, denn manchmal erkauft man sich die persönliche freiheit auf kosten anderer. es ist schwierig und eben wie das zitat sagt, ein gordischer knoten. nicht leicht, sich aus den fängen zu lösen, nicht immer wünschenswert, aber manchmal sehr erleichternd.

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