licht und schatten

lange schatten am nachmittag, kurze tage, schier endlose nächte, in denen man reden kann bei leise knisterndem kerzenschein. tage, die wie im flug vergehen. versponnene, klirrend kalte nächte, zuflucht in wärmender behaglichkeit. kühle gliedmaßen erglühen. im inneren dieses kribbeln – so lange der frost währt, jeden sonnenstrahl fangend, wartend auf mehr.

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35 Antworten zu “licht und schatten

  1. Schönes Foto, sehr schöne Zeilen….aber sooo kalt ist es noch nicht.
    Deck dich mal richtig zu 😀
    Kerzenschein, Wärme, das mag ich auch und gestern war mal wieder so ein Tag.

    GLG Marianne

    • liebe marianne,

      ich hab doch kein fett, ich friere doch, wenn andere noch in trägerhemdchen draußen rumhüpfen schon vom anblick. und wenn ich dann an mir runtergucke, sehe ich, daß ich schon wieder wie eine zwiebel gekleidet bin. raus gehe ich aber dann ganz besonders gern. nur kalt darf mir dabei nicht werden ;-).

      liebe grüße an dich

  2. Das klingt, als würde dir die dunkle Jahreszeit gefallen.
    Schön für dich, wenn es so ist.

    Mir sind die lauen Sommernächte bei „Zikadenmusik“ und funkelndem Rotwein in meinem Glas lieber.

    Ich wünsche dir einen schönen Herbsttag.

    • ich mag an allen jahreszeiten bestimmte seiten. frühling und herbst sind mir von den lichtzauberspielen am liebsten. die natur sieht dann täglich anders aus. das fasziniert mich. winter und knirschende schuhe im schnee – auch das hat gewiß seinen reiz, wenn es nicht so ein langer winter ist wie der vergangene. und sommer – klar, laue sommernächte und heiße tage sind auch schön.

      im moment ist aber leider regen zu hören und es sieht aus, als würde ich heute das licht nicht ausschalten. nicht ganz so schön. also einkuscheln.

  3. Guten Morgen meine Liebe,
    du machst die kalte Jahreszeit mit deinen Worten erträglicher. Man muss doch immer die positive Seite sehen, nicht wahr?!
    Und jetzt hole ich mir einen heißen Kaffee… mir ist kühl 😉

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!

    Emily

    • guten morgen liebe emily,

      genau, wenn ich mal wieder auf dem rad klaschtnaß geworden bin, klingts vielleicht auch anders ;-). im moment jedoch kann ich den herbst noch größtenteils genießen.

      ich mach mir auch gleich noch einen kaffee.

      alles liebe,
      frau w.

  4. Sehr poetisch und ein wundervoll passendes Bild dazu. Die Menschen werfen tatsächlich lange Schatten, streben aber dem Licht zu. Auf den Stufen ist es jedoch schon sehr dunkel.
    (Ich habe auch noch das Licht an und die Fensterscheibe ist mit Tausenden Regentröpfchen besprenkelt.)

    • das bild hat mich in der realität gepackt. mein kopf zwei sekunden gerattert, ich war schon fast dran vorbei, wieder ein paar schritte zurück. und dann liefen gerade diese drei frauen durchs bild. ein perfekter moment, einer dieser schönen zufälle.
      wetter- und lichtsituation sind hier leider identisch.

  5. das foto sehr stimmungsvoll, was für die wand sogar.
    und die langen schatten mag ich sehr. ich finde es schön, wenn die sonne tief steht und flecken erreicht, die ihr im sommer verborgen bleiben.
    beispielsweise scheint bei uns im herbst die sonne bis ins bad, obwohl sie die andere hausseite anstrahlt – sie scheint einfach durch mehrere zimmer!
    und wenn das jetzt nicht erwärmt… 😉

    • ich habe in den anderthalb jahren meiner knipserei drei bilder geschossen, die ich selbst gut finde. dieses, das mit dem herrn, der in richtung kirche läuft und dem nietzschezitat dazu und die „himmelstreppe“ vor gut einem jahr. immerhin :-). vielleicht werde ich wirklich mal abzüge davon machen lassen.
      bei mir erreicht die sonne im winter gerade das häuserdach und knallt derartig intensiv durch die ganze wohnung, daß ich im t-shirt rauswill. ich muß mich dann angesichts des thermometers zügeln ;-).
      oh doch, das erwärmt, dorogaja podruga.

  6. Solche tollen Schattenbilder mag ich sehr. Das sieht so toll aus.
    Auf den ersten Blick meinte ich, die Laterne strahle, doch die Sonne ist stärker 🙂
    Deine Zeilen dazu sind echt schön
    doch lassen wir die Zeit vergehn
    noch ist es hier fast warm
    ich nehm dich in den Arm
    so warten wir gemeinsam drauf,
    auf dass der Herbst nimmt seinen Lauf.
    Und ist es kalt, die Kerzen schimmern
    im dunklen Raum die Schatten flimmern
    dann knacken wir die Nüsse
    und gönnen uns das Süße
    so wird der kalte Winterabend
    für Körper, Herz und Seele labend.

    • die sonne hat sehr stark geblendet. hat mich gewundert, daß die kamera es ohne nd-filter und ohne gegenlichtblende überhaupt so gut aufgenommen hat. ich reime nicht ganz so gerne, das mißlingt mir immer. dann lieber freie prosa.

  7. Poesie, die den stillen Zauber der kalten Jahreszeiten zeigen – und ein wirklich gutes Foto. Danke! 🙂

  8. ein wirklich schönes Foto!

  9. Oh und sorry – die Verse dazu gefallen mir auch ausgesprochen gut! jeden Sonnenstarhl einfangen – wartend auf mehr … so werde ich mich jetzt auch wieder fühlen, wenn es dunkel wird 😉

  10. Du bist eine hervorragende Beobachterin.
    Und ganz ehrlich, morgentliche Augenringe von einer durchgeredeten Nacht sind immer zu verkraften.
    Ich wünsche dir einen guten Tag, mach es dir gemütlich.

    • ich habe es versucht, aber da gab es so einen kleinen zwischenfall mit der katze, über den ich noch schreiben will. jetzt ist aber alles gut, wenn auch schon abend.

      ganz liebe grüße!

      ps: auf deine mail antworte ich vielleicht morgen, wenn es geht. heute schaffe ich es aus bekannten gründen nicht.

  11. Mag Deinen Text und das passende Foto dazu. Schwarz-weiß wirkt.

    Liebe Grüße

    tom

    • lieber tom,

      das freut mich sehr. es rumpelt so schön unrhythmisch vor sich hin. aber so stolpere ich nun mal. in farbe sah es auch nicht schlecht aus, aber sw gefiel mir beim test besser, also wurde es entfärbt.

      hab einen schönen abend!

  12. Oh ja, das Bild finde ich auch klasse. Und wenn ich die dunkle, triste Jahreszeit auch nicht mag, aber solche, Deine Worte (und die von Meister Rilke) machen es erträglich!

    • danke, liebe ruthie. wenn man nicht die modernen autos im hintergrund sehen würde, könnte es glatt aus einer längst vergangenen zeit stammen. ein test, den ich bei podruga fand, ergab zweimal, ich würde so ähnlich schreiben wie herr rilke. die betonung liegt auf ähnlich. und ich halte ja nicht viel von computergenerierten analysen anhand von schlüsselwörtern.

  13. Das ist ja ein selten schönes, sehr antiquiertes Exemplar einer Laterne. Hat die Stadt Leipzig die nach alten Mustern neu anfertigen lassen oder ist die wirklich so alt, wie sie aussieht?

    • die steht vor der deutschen b.ank. ich nehme an, daß sie restauriert wurde. aber nagel mich nicht drauf fest. neu sah sie auch nicht aus. das haus ist insgesamt eines der schmuckstückchen am platz. irgendwohin muß doch unser gespartes :roll:.

      • Wenn es sie nur einmal gibt, dann ist es eine Aufarbeitung. Wen sie an verschiedenen Stellen der Stadt stehen, dann wurden sie auf alt getrimmt neu hergestellt.

        • ich muß mal mehr drauf achten, bin nicht ganz so laternenfixiert wie du, liebe clara. ich glaube aber, daß rechts und links vor dem eingang jeweils eine laterne steht, aber nur vor der bank. in der stadt gibts dann moderne.

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