lyrik am bauzaun

glücksmoment. gefunden am bayerischen platz in leipzig.

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28 Antworten zu “lyrik am bauzaun

  1. Sehr poetisch! Philosophisch. Nachdenklich stimmend…

  2. ich fand es sprachlich schön schlicht und dennoch ergreifend. haaach :-).

  3. Klar! Glück, weil Bayerischer Platz 😉 😉

  4. Es sind nur wenige Worte und sie haben doch so viel zu sagen 🙂

    Liebe Grüße!

  5. Wie schön… die meisten gehen wahrscheinlich doch achtlos vorüber und nehmen nicht wahr, was dort Schönes geschrieben steht… und ja, Glück ist vergänglich … entsteht aber auch stets auf’s Neue, wenn man es zulässt.

    • vieles davon war sogar übermalt. ich konnte nur den kläglichen rest fotografieren. so ist das auch manchmal mit dem glück. es bleibt nur ein kleines zipfelchen, an dem wir uns festhalten, bis wieder neue glücksmoment in unser leben scheinen.

      liebe grüße

  6. Da war ein(e) Hesse-Liebhaber(in) am Werk:

    Blauer Schmetterling

    Flügelt ein kleiner blauer
    Falter vom Wind geweht,
    Ein perlmutterner Schauer,
    Glitzert, flimmert, vergeht.
    So mit Augenblicksblinken,
    So im Vorüberwehn
    Sah ich das Glück mir winken,
    Glitzern, flimmern, vergehn.
    (Hermann Hesse)

    • wow! da wäre ich nicht drauf gekommen, ich habe nur einige von hesses literarischen werken gelesen. die gedichte kenne ich nicht. und der ganze andere teil war schon überpinselt. ein sehr schönes gedicht. vielen dank für diese erhellende ergänzung!

      • Das kannte ich auch nicht, ich finde es wunderbar!

      • Nicht dass jetzt der Eindruck entsteht, dass ich sowas aus dem Stegreif aufsagen kann. Der Satz kam mir nur sehr bekannt vor, als ich ihn gelesen habe und dann habe ich meine Sammlung durchsucht – und bin fündig geworden.

        Die meisten Menschen kennen mehr von Hesse, als sie denken – so ist auch dieser Satz „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,…“ aus einem Gedicht von ihm (Stufen), oder „Von der Wiege bis zur Bahre sind es fünfzig Jahre, …“ (Der Mann von fünfzig Jahren) und wahrscheinlich ist noch mehr von ihm in den Köpfen im Umlauf.

        • ich bin gar nicht erst auf die idee gekommen, daß es der auszug aus dem gedicht eines großen literaten sein könnte, obwohl die zeilen mich sofort im innersten berührt haben :-(.

          es stimmt, daß viele zitate bereits in den allgemeinen sprachgebrauch übergegangen sind. nur gelegentlich fragt man sich dann soch, wer der urheber war. „jedem anfang wohnt ein zauber inne…,“ – ist auch so eine zeile, die ich mir immer mal wieder ins gedächtnis rufe.

          • Eine Weile habe ich Zitate und Gedichte die mir gefiehlen gesammelt. Durch die Beschäftigung damit ist einiges hängen geblieben, so dass ich viele Sätze zuordnen kann, oder zu vielen Situationen einen Spruch oder einen Vers in petto habe.

            • dann bist du so etwas wie eine wandelnde zitatequelle? mein gedächtnis kann sich die pointen nicht merken. ich muß meistens sinngemäß wiedergeben, was den reiz des ursprünglichen arg mindert. deswegen versuche ich es lieber in eigene worte zu kleiden.

              • Nee, so schlimm ist es nicht. In meiner „Sammlung“ auf dem PC sind einige Tausend Zitate und Gedichte, alle habe ich mindestens einmal gelesen und ein paar davon habe ich behalten – aber oft weiss ich nur, wer zu welchem Thema etwas geschrieben hat, oder weiss, dass ich es irgendwoher kenne – siehe oben. Das erleichtert aber die Suche.

                • das erinnert mich wiederum an ein buch, das ich mal gelesen habe: connie palmen „die erbschaft“. kennst du das zufällig? darin heißt es – und das weiß ich jetzt nur, weil ich die stelle im buch markiert und vor mir habe: „jeder schärft seinen verstand durch reibung an anderen geistern…“ ein bißchen bleibt manchmal im kopf hängen, manches klingt vertraut und dennoch gebe ich mich den fremden worten hin.
                  dieses text-kopf-system, was du dir da aufgebaut hast, scheint mir ein sehr reichhaltiger fundus. manchmal suche ich auch nach den quellen, wenn ich mir sicher bin, etwas zu kennen.

                  • Nein, kenne ich nicht. Ich lese derzeit nur Berlin-Bücher, weil ich meine Berlin-Zitate-Sammlung ständig erweitern muss.

                    Wenn das mal jeder täte mit dem Schärfen des Verstandes, dann wäre die Welt viel weiter. Obwohl das ja nicht generell funktioniert. Frei nach Lichtenberg haben gute Bücher die „… Würkung … die Einfältigen einfältiger, die Klugen klüger und die übrigen Tausende … ungeändert“ zu lassen.

                    • muss oder willst? es scheint doch eine schöne freiwilligkeit dahinter zu stecken. oder es wirkt auf mich so…

                      ja, manchmal ist die reibung wohl eher verschwindend gering, manchmal etwas stärker und manchmal glüht es zwischen den geistern. ich bin entschieden für die dritte variante.

  7. Die Länge des Thread ist wohl erreicht…

    Sowohl als auch. Man sieht, dass sich in dieser Stadt über Jahrhunderte kaum etwas verändert hat. Die Defizite (vor allem die Dummheit) sind geblieben und die Leute „von heute“ klauen nur die Ideen von gestern und verpacken sie neu.

    Nur ein Beispiel: Was vor ein paar Jahren die kreative Erfindung des „Festival of Lights“ war, gab es schon 1928 als Berlin im Licht – oder schon damals träumte der Oberbürgermeister (auch ein SPD-ler) davon bald New York einzuholen und da gibt es noch viele Beispiele mehr.

    Aber das ist ein Wissen, das nur deprimiert…

    • vielleicht sind die wiederholungen das unabänderliche und nur die hüllen variieren. wenn die ideen weiterentwickelt würden, würde ich nichts dagegen sagen. aber oftmals ist es doch nur ein kitschiger abklatsch, der die kassen füllen soll. wahrscheinlich reizen mich deswegen alte sachen, weil sie irgendwie manchmal unschuldiger, edler wirken. es ist nicht leicht, wirklich neues zu erfinden, vor allem, wenn das alte so modern wirken kann.

      ja *seufz*. manchmal möchte ich verstummen.

  8. …dieses Bild erlebe ich als Schatz in der Welt des Alltags!

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