delegierte

das könnte auch ein nachzüglerbeitrag für das projekt farbe bekennen sein. aber so goldig ist meine situation im moment gar nicht. im moment habe ich übergangsweise in einem job zwei chefs. der alte möchte es nach seiner art, der neue eben anders. beide werden sich nur schwer einig. einen plan hat erst recht keiner mehr. und ich sitze ständig zwischen den stühlen und obendrein terminlich ganz hitzig auf glühenden kohlen. mein ar*** geht dennoch auf grundeis. beide sind gleichzeitig im urlaub, während ich in der hochproduktionsphase für einen katalog bin. obendrein solldarfmuß ich nun zusätzlich ein jubiläumsfest in berlin vorbereiten, das ende august stattfindet. anfangs hieß es noch, darum bräuchte ich mich überhaupt gaaar nicht zu kümmern. und nun? wer kümmert sich? natürlich bleibt die popelarbeit wieder an mir kleben. schnell noch ein paar plakate drucken lassen und postkarten und auch ja niemanden vergessen. die beste idee kam dann gestern: die postkarten von einer firma in kulturinstitutionen verteilen zu lassen. leider muß man das aber vier wochen vorher machen. ein blick auf den kalender sagt mir: no way! ob sie sich jetzt auch noch wünschen, daß ich am wochenende selbst nach berlin fahre und dort 10.000 postkarten unters volk bringe? am liebsten würde ich alles stehen und liegen lassen und die zustätzliche arbeit verweigern. es sind ja nicht nur überstunden, die ich nicht bezahlt kriege. es ist außerdem die unlust, die in mir hochsteigt, weil ich das sozusagen als unwetterfront auf mich zukommen sah. ich schätze, wenn die beiden schatzis zurück sind, werde ich endlich mal tacheles reden müssen.

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28 Antworten zu “delegierte

  1. Ich würde dir ja glatt beim Verteilen hier in Berlin helfen 😉
    Ansonsten: Halte durch und Dich tapfer, auch wenn ich den Frust verstehen kann.
    Vielleicht kannst Du Dich am Wochenende mit etwas Tollem belohnen?

    • du meinst, ich sollte das wochenende in einen berlinbummel mit arbeit verwandeln ;-)? wenn du wüßtest, wie schwer 10.000 postkarten vor allem am anfang sind, hättest du das nicht geschrieben. wenn ich ein auto hätte, wär das auch kein problem. hab ich nicht. außerdem nervt vor allem diese selbstverständlichkeit, mit der sowas am ende abgewälzt wird.

      ich guck mal, ob ich was tolles finde, wenn ich nicht die arbeit als rattenschwanz mit ins wochenende schleppe ;-).

  2. normaler Weise sagt man ja, wenn 2 sich streiten (oder Uneinig sind) da freut sich der 3. Aber bei dir, da sind es die Chefs, und da hast du dann leider den ganzen Salat. Ich wuensche dir gutes gelingen und gutes Durchhaltevermoegen. Helfen kann ich dir nicht, sonst haette ich es gerne gemacht

    • ja, hätte ich das etwas früher gewußt, wäre ich jetzt nicht so ins trudeln gekommen. so muß ich jetzt wohl durch und dann hinterher beschwerde einlegen. ich will den job ohnehin nicht mehr machen. ob das eine drohung ist? wohl eher nicht…

  3. Oh-oh! Ich beneide Dich nicht! Ich wünsche Dir gute Nerven und: Immer mit der Ruhe. Wird schon werden…

  4. Ach Mensch!!
    Ich wünsche dir viel Kraft und gutes Durchhaltevermögen!
    Vielleicht tröstet dich, dass das ja kein Dauerzustand ist – obwohl, die lassen sich ja auch immer etwas Neues einfallen.

    Also halte durch!! Du schaffst das!! Und kannst dir dann ganz stolz auf die Schulter klopfen!
    Das ist doch auch was.
    🙂

    Guten Morgen und hab einen schönen Tag,
    liebe Frau W.,
    wünscht dir Heike.

    • naja, es wird immer mehr zum dauerzustand, obwohl ich bereits im märz gesagt habe, daß ich nicht noch mehr arbeiten kann, kommt doch immer noch was dazu. das maß ist über die monate übervoll geworden. wenn das ganz viel spaß machen würde, wäre ich auch nicht so ningelig. es sind aber immer solche dusselarbeiten, die nicht viel verstand verlangen, sondern einfach nur lästig sind. ich fühle mich vom ausmaß her überfordert und vom anspruch her unterfordert. das ist keine gute mischung :roll:.

      ich wünsche dir auch einen schönen tag, liebe heike!

  5. Guten Morgen meine Liebe,
    ich glaube, so etwas lernen die Führungspersonen in irgendwelchen Managementseminaren. So etwas kenne ich leider zu gut. Am Ende gibt es dann noch einen Einlauf, warum man sich nicht auch noch selbstständig um dies, das oder jenes gekümmert hat. So ein bisschen Intuition darf man doch wohl verlangen! (entschuldige die Ironie, aber da hilft nicht mal eine Mediation.)
    Ich finde es gut, dass du das Thema ansprechen willst. Solltest du auch, denn für dich ist das kein guter Zustand. Schon gar nicht, wenn man sich schon einmal arbeitsmäßig zu weit aus dem Fenster gelehnt hat.

    Fühl‘ dich gedrückt und halte durch. Hoffentlich hast du wenigstens das Wochenende für dich!

    Liebe Grüße!!

    • ich bemühe mich, nicht vollkommen durchzudrehen. wenn die beiden mal etwas weiter vorausplanen würden und mich auch eher in diese planungen einbeziehen könnten, wäre das schon eine große erleichterung. aber so ist es nicht und jetzt muß ich mir irgendwelche alternativen aus den fingern saugen. der wunsch nach jobwechsel ist akut, dabei bleibt kaum zeit für die suche.

      im moment kann ich mich auch nur schwer ablenken, da alle paar stunden eine neue hiobsbotschaft eintrifft :roll:.

      ich hoffe auch, daß ich am wochenende etwas herunterfahren kann.

      liebe grüße auch an dich!

  6. Bei glühenden Kohlen sorgt Grundeis auch nicht für Abkühlung! 😉
    Es gibt auch den Spruch: Wer zwei Chefs hat, hat keinen (und da ist was dran) – spiel sie gegeneinander aus!

    • ich mag den neuen als menschen sehr gern, als chef halte ich ihn mittlerweile allerdigs schon für ungeeignet bzw. überfordert. ich sehe nicht, wie sich mein pensum halten läßt, wenn er seine entscheidungen alle fünf minuten revidiert. da hilft gegeneinander ausspielen nicht viel. da hilft klarheit viel mehr.

  7. Hallo, du – für deine Beiträge lasse ich mir immer mehr Zeit zum lesen und beantworten – Fazit: ich hänge vollkommen hinterher und hintendran.
    Mit deinen zwei Chefs fiel mir die Situation in einem Abteil ein, wo die einen beim offenen Fenster frieren und die anderen beim geschlossenen ersticken und ein neutraler Beobachter (du z.B.). Du lässt das Fenster eine Zeit offen, bis der eine Chef „erfroren“ ist und so weiter … – und dann kannst du innerlich ruhig und gelassen deinem Gewissen folgen bei der Arbeit. Ich weiß, dass das nicht einfach ist!
    Lieben Gruß von mir und lasse dich auch mal drücken! Clara

    • derzeit kann ich nicht taktieren, derzeit muß ich mich einfach strecken. ich habe aber schon eine idee, wie ich sie ein bißchen ins nichts schauen lassen. ich werde nämlich die schlußkorrekturen an dem wochenende machen müssen, an dem das sommerfest in berlin stattfindet, zu dem ich dann leider nicht kommen kann, weil ja sonst der katalog nicht fristgemäß in druck geht. mal sehen, was sie dann sagen.

  8. sowas ist echt kacke, kenne ich gut. da hilft tatsächlich nur: klappe aufmachen. und ich drücke dir feste die daumen, dass es auch was nützt!!

    alles liebe, katerwolf

    • ich würde ja gerne, aber die beiden sind im urlaub nicht erreichbar oder sie tun so. bisher habe ich selbst auf die arbeitsmails, die wichtig sind keine antwort bekommen. wenn ich jetzt einen streik ankündige, liest es ja auch keiner.

  9. Liebes Feilchen

    Ach du grüne Neune. Da hast du ja wirklich Probleme.
    Darfst dich zerreissen und bekommst noch nicht einmal die Überstunden bezahlt? Wo gibts denn sowas?

    Oder musst du die abfeiern, wie man das so nett nennt?

    Dazu noch zwei Chefs mit unterschiedlichen Zielen und Vorgaben, SUPER !!!
    Da weiß der Schwanz nicht, was der Kopf will.
    Ich drück dir alle Daumen, dass das mit der Aussprache gut geht.

    Viele liebe Grüsse

    • wenn ich wüßte, wann ich die abfeiern kann, wäre mir wesentlich wohler zumute. aber ich sammle nur. ich komme mir vor wie ein überstundenmessie. und kein ende in sicht.

      der neue chef muß sich erst mal einarbeiten. das kann ich verstehen. aber wenn ich unterschiedliche weisungen bekommen, was soll ich tun. dadurch erhöht sich der aufwand des nachfragens und entscheidens nochmals immens. es ist kein zustand, sondern dorht sich zu einer chronischen krankheit auszuweiten. ich befürchte nur, mit dem neuen chef wirds noch anstrengender als es bisher war. es deutet sich so an. und leider trügt mich meine menschenkenntnis selten.

      ich hoffe, daß alles bald vorbei ist.

      einen schönen abend für dich!

  10. Das scheint hierzulande mittlerweile immer mehr einzureißen: Den Arbeitnehmern mehr und mehr aufzubürden, aber Überstunden nicht zu bezahlen. Irgendwann in nicht allzu ferner Zeit sind wir dann wieder bei der Sechstage-Woche und dem Zehnstunden-Arbeitstag… 😕

    • im moment sieht es so aus. die grafiker haben mir heute auch noch einen berg arbeit geschick, aber heute bin ich einfach zu platt. morgen gehts vielleicht wieder besser. irgendwie gibt es immer so hochphasen bei mir, da sind es locker 60-70 h in der woche :roll:. das ist ganz schön anstrengend.

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