mein neues spielzeug

ich versuche gerade, mich autodidaktisch-spielerisch der bildbearbeitung mit photoshop cs4 anzunähern. an meiner vorliebe für alte fotos, deren blassere farben, deren leichte unschärfe und deren grobkörnigkeit, deren sepiatöne habe ich mich bei diesen beiden digital aufgenommenen motiven ein bißchen ausgetobt. die originale gefielen mir irgendwie nicht. zu kühl, die eigentlichen objekte des auges vom farblichen hintergrund verschluckt… es sind meine ersten gehversuche, mich der polaroid-optik stück für stück ein wenig zu öffnen. wahrscheinlich werde ich das nie  so hinbekommen, wie es meinem inneren auge vorschwebt, aber diese beiden fotos kommen dem, was ich innen sehe, doch schon sehr nahe (zum vergrößern einfach draufklicken). und vielleicht schaffe ich mir doch noch so eine alte kamera an. kann ja nicht schaden oder nur dem geldbeutel.

nun mußte ich vorgestern gerade in einem arte-bericht sehen, daß die berühmte polaroid-collection bei sotheby’s unter den hammer kam, weil die firma pleite ging. während man das in einem faz-artikel als bereicherung des kunstmarktes feiert, haben sich einige künstler juristisch vehement und vergeblich gegen die zersplitterung der einmaligen fotografiesammlung gewehrt. das gerichtsgezerre basierte auf den ungeklärten bildrechten. und ich schmeiße mich mal wieder auf die seite der fotografen. vieles verschwindet nun auf nimmerwiedersehen in privatgemächern.

eine kleine entschädigung für liebhaber der polaroid-fotografie ist die noch bis zum 11. juli laufende ausstellung julian schnabel. polaroids im nrw-forum düsseldorf. werde ich leider nicht schaffen, aber ich kann den besuch wärmstens empfehlen.

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10 Antworten zu “mein neues spielzeug

  1. Das klingt echt interessant, liebe Frau W., aber ich muss jetzt dringend zu Mutter Mittag mampfen.
    🙂
    Aber ich schaue später nochmal rein, mit Polaroids kann man mich wirklich ködern!

    Dir einen schönen Sonntag,
    liebe Grüße!
    Heike.

    • bei „mutter mittag mampfen“ – mit dieser alliteraion bringst du mich wieder schön zum lachen. und du bist wieder so früüüüühüüüh dran. bei mir gibtes jetzt frühstück.

      polaroid-geschichte ist bitter. schade, daß der metropolis-beitrag nicht mehr online verfügbar ist :-(.

      das wünsche ich dir auch, und laß es dir bei muttern munden!

  2. Puh.. Photoshop kann einen schnell entmutigen, finde ich. Man wird so erschlagen von den ganzen Funktionen…

    • da ist enorm viel, was ich noch nicht kenne oder wo ich mich noch nicht rantraue. aber ich kann auch sehr hartnäckig sein ;-). nicht strebsam, aber wenn ich lust habe.

  3. Oh ja, dann bleib hartnäckig (welches Sternzeichen ?), denn mit Photoshop kannst Du dein blaues Wunder erleben 😀
    Habe ich auch und schon so viel vergeblich geübt, da ist Photoscape wesentlich einfacher. Aber besser ist es eine gute Kamera zu haben und optimale Fotos zu knipsen, dann erübrigt sich auch der ganze Schnickschnack, der bei Photoshop zu vollziehen ist.

    Wünsche Dir noch einen supi Sonntag und wir haben gewonnnnnnnnen…. lol:

    • hat hartnäckigkeit wirklich etwas mit sternzeichen zu tun? liebe marianne, ich weiß, du glaubst daran oder ein bißchen. ich gaaar nicht. aber vielleicht sind das ja schon hinweise für dich, von welchem stern ich komme ;-)? dabei fühle ich mich so irdisch :mrgreen:.
      ich komme mittlerweile mittelmäßig damit zurecht. und es macht mir spaß. manchmal ist mir diese digitale schärfe einfach zu krass. das sieht nicht bei jedem bild gut aus. und ich bin ein fan alter fotos. deswegen spiele ich lieber ein bißchen mit photoshop, um das vergilbte vorzutäuschen, so lange ich noch keine polaroid habe. ich finde, die polaroids haben eine ganz besondere ästhetik. guckst du hier.

  4. Au wei. Liegt um „die Ecke“. Aber bis zum 11. Juli werde ich es leider nicht schaffen können. Schade aber auch. Hört sich ziemlich gut an.

    • ich habe eben in jener arte-sendung „metropolis“ vom 17.6. einige fotografien gesehen. die kamera ist so groß wie ein kühlschrank, ein richtiges fotomonster. die großformatigen bilder wirkten aber fragil. ja, ich hätte die ausstellung auch gerne gesehen.

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