urbanes tierleben

verwittertes verkehrszeichen auf dem gelände der baumwollspinnerei in leipzig

nicht nur an fußgängerüberwegen bremse ich für tiere. da soll doch noch mal einer behaupten, stadttauben seien nichts weiter als flugratten. nee, sie verhalten sich deutlich gesitteter als ihr ruf und mancher verkehrsrowdy. auf dem weg zur arbeit habe ich gestern eine taube dabei beobachten dürfen, wie sie die straße vor einer schule ganz vorbildlich an einem fußgängerweg überquerte. sie hätte ja auch fliegen können, aber nix da, sie huschte mit ihren flinken schreitfüßen über den zebrastreifen, als sei das für tiere völlig selbstverständlich. das nennt man wohl evolutionäre angepaßtheit an das urbane umfeld. und wann wachsen mir endlich flügel?

update: wieder vergessen, das kalenderblatt abzureißen, sonst hätte ich dieses miniaturgedicht von kurt bartsch eher gepostet.

thank you for backobst

wenn ich ein vöglein wär
und auch zwei flügel hätt,
ich säße womöglich
in einem vogelkäfig –
no future, komplett!

quelle: deutschlandfunk lyrikkalender 2010, verlag das wunderhorn, heidelberg.

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