gekünstelt

isser nicht schön gewesen der erste tag mit zehn grad über null? naja, wenn man mal von den dreckschneehäufchen absieht, die stellenweise hartnäckig winterliche bodenkälte demonstrieren. ja, das kann eine stadt schon ziemlich verunstalten und bewohner wie besucher erahnen lassen, welches ausmaß an grobstaubbelastung hier herrscht. zusammen mit den aufgeweichten böllerüberresten und zigarettenstummeln macht das optisch nix her. ob es in meiner lunge wohl auch so aussieht? vermutlich annähernd. kaum tirilieren die vögel mir frühlingserwachen ins ohr, krächzt mein hals wie eine verstimmte krähe und gibt nonverbale signale von sich, die mich an diesen ominösen theaterhusten erinnern, der mich regelmäßig in überfüllten räumen mit klimaanlagen und konzentrierter stille ereilt. und offenbar weil es meinem werten körper gerade zu idyllisch ruhig erscheint, mischen sich abwechselnd entweder mein weiträumig vernehmbarer, knurrender magen oder aber ein gekünstelt wirkender hustenreiz in die geräuschlosigkeit. die hausmittelchen (ich bitte darum, von weiterführenden tips abzusehen) schlagen irgendwie nicht an, dafür knarzen die stimmbänder und rasseln die lungenflügel was der somaorchestergraben eben so hergibt. das hals-lungen–nasen-konzert stülpt sich aber auch über mein hirn, das mit einer gewissen denkunwilligkeit im frühlingsschlaf schlummert. so gibt es hier heute nur unsinniges zu berichten.

apropos unsinn: wer nicht kränkelt, sollte sich heute abend unbedingt in der nato das komikkonzert von dekadance (das hat – mein indianerehrenwort – absolut nichts mit westerwelle zu tun!) anschauen und anhören. mit von der partie ist die von mir hoch geschätzte gabi schubert (alter ego von olaf schubert, der gerade mit dem deutschen kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde).

die extrem tiefstehende nachmittagssonne schaffte es heute aber auch, diesen eigentlich vollkommen häßlichen, architektonsichen bauklotz in der goldschmidtstraße mit reflektiertem lichtspiel zu verzaubern. ich konnte dem fotomotiv nicht widerstehen, obwohl ich nun einmal mehr auf einem überwachungsvideo auftauche. bäh… ich hoffe, ich habe genug grimassen geschnitten.

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