schlaflos in le

blaue_haendegleich mehrere trigger bedingten heute eine kurze, schlafarme nacht: der vor einsamkeit heulende und kläffende hund irgendwo in der schallenden nachbarschaftshölle, der mein schlafzimmer hell erleuchtende beinahevollmond und die vermutlich letzte verbliebene biestige mücke mitteleuropas, die sich ihre unterkühlten insektenbeine in meiner bettdeckenhöhle wärmte und ihren blutdurst stillte (ich krieg‘ dich schon noch!). im halbschlaf hatte ich alsbald das  unheimliche gefühl, als streckten sich unsichtbare arme nach mir aus, wie man sie auf dem foto als wandmalerei von ema jones an einer industriebrache auf dem bahnhofsgelände in leipzig sehen kann. und so vertrieb ich mir die endlos erscheinenden wachen stunden mit stöbern im netz und machte unerwartet einige schöne entdeckungen.

eine imposante flickr-galerie mit fotos von leipziger street art habe ich hier gefunden. die szene scheint sich gerade in innenräume und an abseits gelegene orte zurückzuziehen. das erhöht zwar die chancen, vom crossen verschont zu bleiben, wird aber für die massenpfade abtrampelnde herde deswegen auch unsichtbar. nun ja, das entspricht vermutlich ohnehin nicht der zielgruppe. allerdings gerät so die kunst im öffentlichen raum schnell zu reinem selbstzweck für insider, was ich jammerschade finde. eine sammlung international bekannter street-artists wie bansky und blu findet man bei unurth street art.

weil ich ja immer noch ewig gestrig lieber echte bücher lese, komme ich selten dazu, auch mal aktiv andere blogs zu suchen und vorzustellen, die mir gefallen. aber wer als avatar ein schachbrett verwendet, sticht mir natürlich eher mal ins auge, als eine reißerische überschrift das jemals könnte. feinsinnige notizen. wie etwa  den disput über die nowendigkeit und den mangel eines erzfeindes in gegenspieler. oder die fixe form der futteraufnahme in fertig. postet rzeng in schöner unregelmäßigkeit aus seiner dachwohnung. ich bin nun kein heimlicher mitleser mehr, dafür um so amüsierter. danke an dieser stelle.

und nun habe ich meiner aufschieberitis für heute genug gefrönt. meine steuertante verlangt schleunigst die abgabe einer sortierten zettelwirtschaft, bähx. und wer bloggen kann, dem dient die migräne nicht mehr als hinlänglicher grund zum sonntagsgammeln. meine migräne habe ich übrigens heute nacht auf den namen maruscha getauft, einerseits weil sie im kopf herumhämmert wie ein übermaß an technobeats, andererseits weil ich mich dann auch mal namentlich verabschieden kann, wenn der beklemmende schädeldruck nachläßt, der die gedanken auf schonwaschgang stellt. aber ein schleudertrauma kann ich im moment nicht auch noch kurieren…

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