begriffenfeldt: triebkraft


bulle

also ehrlich, welcher intelligenzresistente macho sucht denn bitte auf meinem blog nach ‚schilder tussis‚? da kann ich nur mit obigem foto kontern. nicht, daß ich diesen aufgetakelten, modezeitschriften-verschlingenden, in den farbtopf gefallenen und von der sonne steakartig verbrutzelten artgenossinnen viel mitleid entgegen bringen könnte – jede kuh versaut sich ihr natürliches erscheinungsbild, weil sie stoisch dem herdentrieb gehorcht und nicht in der lage ist, ihrer sammelwut für unnützes einhalt zu gebieten. das wiederkäuen ist genetisch bedingt. reflexion wäre zur menschwerdung und fraulichkeit unabkömmlich. das kann doch aber keiner von solchen buhlenden weibchen erwarten, wenn schon alle hirnzellen für das anhübschen bzw. verunstalten sowie für diverse flirttaktiken benötigt werden… zudem werden alle strahlen der eingebung von verspiegelten sonnenbrillen und vernünftige einflüsterungen von ipod-ohrtöpseln, aus denen die best-of-dumm-bumm dröhnen, abgeblockt. diese schutzmauern der schlichtheit bilden blockaden auf dem weg zur sinnhaftigkeit. hauptsache die euter sind künstlich vergrößert, die hufe lackiert und das fell gut gebürstet, wenn das ende der körperpracht auf dem gebährstuhl naht.

das männliche pendant trägt u.a. jacken mit aufschriften wie ‚nicht alltäglich‚. nun, ich bin der auffassung, wenn man die eigene besonderheit schon auf der kleidung buchstäblich exponieren muß, weil tätowierungen auf der stirn nun mal nicht abwaschbar sind, dann verbirgt sich unter dem gewand wohl nicht viel mehr als ein fleischgewordener hohlkörper, der im geschlechtsreifen alter zu großer aggression und zu selbstinszenierung neigt, weil er von seiner biomasse beherrscht wird. um dem anderen geschlecht zu imponieren und sich gegenüber der konkurrenz wettbewerbsfähig zu zeigen, baut er anstelle der intelligenz seine muskeln bei unermüdlichen, stupiden muckibudenbesuchen zu aderndurchdrängten protzpolstern auf. nicht, daß ich die körperliche überlegenheit von derart aufgeplusterten männchen nicht manchmal als träger schwerer gegenstände gut einsetzen könnte, leider reicht aber ihr von übermäßigem eiweiß- und proteinkonsum degenerierter grips nicht aus, um zu begreifen, warum sie nach so einer heldentat keine fleischliche belohnung außer einem essen erwarten können. fahrt doch nach pamplona zur stierhatz, um eure männlichkeit auf die hörner, ach nee, probe zu stellen! wer wollte mir verübeln, daß ich in einem derartigen triebverhalten nur das verlangen eines mastbullen erkennen kann? nix wie weg hier!

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6 Antworten zu “begriffenfeldt: triebkraft

  1. Geiles Foto. Der Hammer. Das will ich für meine Haustür 🙂

  2. Guter Artikel! Machos, ob mit oder ohne Muckies, stehen gute Zeiten ins Haus. Die eingestaubte „Männlichkeit“ erlebt ja nicht zuletzt durch unseren Lieblingsheiland B. H. Obama gerade eine Renaissance. Ich sag nur: „I got the sucker!“ Und wo X und Y Chromosomen zusammenspielen, kann es sowas wie Männlichkeit doch gar nicht geben. Die einzig „reinrassigen“ Wesen sind wohl Frauen. Das muss man Neidlos anerkennen.

    • ich kenne zwar einige frauen, die sich nicht an so dämlichen vorbildern wie paris hilton orientieren würden oder an carla bruni. aber sie allgemein wegen ihres erbguts als weniger anfällig für dummheit einzuschätzen, liegt mir fern. ihnen fehlt meistens schlicht die körperliche kraft. dafür benutzen sie subtilere waffen.
      und der neue us-heiland befindet sich seit anbeginn auf meinem kieker. wie er den prince charming spielt und jeden gesprächspartner gleich befummelt, das ist fast nicht zu überbieten.

  3. Machismo hat in meinen Augen nichts mit Dummheit zu tun, jedenfalls nicht primär. Es gibt wahnsinnig viele intelligente Machos. Obama ist sicherlich nicht dumm und trotzdem der Obermacho. Ich wollte eher ausdrücken, dass es sowas wie „Männlichkeit“ doch gar nicht gibt oder geben kann, mal abgesehen von den primären Geschlechtsmerkmalen. Letztenendes sind das doch alles Erziehungsopfer und das trifft die Geschlechter gleichermaßen.

    • ah, jetzt leuchtet bei mir ein glühlämpchen ;-). danke für die konkretisieung. ja, freilich gibt es auch zahlreiche verhirnte männer und frauen, die ihr wissen oder ihre position eher als negatives machtmittel einsetzen. die machtmittel sind meistens kraft oder intelligenz, beides zusammen ist obergefährlich. ich teile nicht ganz die auffassung vom opferlamm, weil die verantwortung letztlich auch darin besteht, die muster zu erkennen und sich daraus zu befreien. allerdings ist dieser weg der schwierigere.

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