modemarotten und motten

kleiderspendekaum verkauft, finden sich manche kleidungsstücke prompt in einem container wieder. weil die umtauschfrist abgelaufen ist, keine der freundinnen sich hineinzwängen konnte oder den notwendigen gefallen am mißgriff fand. der klassische fehlkauf, 1000 mal vor dem spiegel anprobiert und doch ungetragen zurück in den schrank gewandert. irgendwann folgt dann aus platzmangel das große entrümpeln. nur wenige stücke haben das zeug zum klassiker, weswegen der konsument die unzeitgemäßen halbwegs sorglos nach saisonende an bedürftige spenden kann (so die kleidung denn in diesem kreislauf der wiederverwertung endet). nun, der laden existiert nicht mehr. vieles, was dort über den verkaufstresen ging, hat längst den weg in einen second-hand-shop, die flohmarktkiste oder die lumpensammlung gefunden. ich habe selten ein treffenderes motiv für die konsumspirale, die kurzlebigkeit von (mode)hypes und deren erschreckend schnelle wiederauferstehung gesehen. trendige dackel verrichten an dieser ecke bestimmt gerne ihr geschäft. sie setzen eben immer und überall ihre markenzeichen. dieses revierverhalten läßt sich zudem gut auf einige interpersonelle verhaltensweisen übertragen.

don’t piss your money away. it’s a piss take.

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