pappelflusenzucht

wenn die pappeln und pusteblumen weiterhin so viele flusen verteilen, werde ich wohl noch eine dadaistische ’staubzucht‘ (‚elevage de poussière‘) à la marcel duchamp anlegen. ich platziere in irgendeiner ecke meiner wohnung eine glasplatte, warte, was sich mit der zeit dort ansammelt und nutze einen teil für staubzeichnungen. wie der zufall es will, habe ich aus gründen der sommerlichen trägheit in kombination mit zeitmangel, bereits geraume zeit keinen staubsauger betätigt. frei nach dem motto: meine wohnung ist mein staubalptraum. alldieweil hat sich bereits eine kleine fussel- und wollmausschicht angelagert. in den ecken wirbelt es bei luftzug. da ich meine wohnung aber weiterhin begehbar halten will, wird das wohl nichts mit der nachahmung. im atelier hingegen darf sich der schmutz ungehindert ansammeln. manchmal bin ich zutiefst neidisch auf das als lotterhaft verrufene künstlerleben.

ersatzweise ein allergenfreier blick auf das original, fotografiert von man ray:

(c) kunsthaus zürich

(c) kunsthaus zürich

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