drama, baby, drama!

ein beliebtes und häufig mißbrauchtes rhetorisches sprachmittel in boulevardmedien und werbung ist die alliteration. sie dient einerseits der dramatisierung, unterstreicht das schreckliche und (un)moralische. andererseits bleiben solche begriffe beim leser, zu:schauer und hörer besser im gedächtnis haften. ja, und sie lassen diesen dann den schauder genußvoll einverleiben. nur ein paar beispiele, die ich in letzter zeit gehört, gesehen und gelesen habe:

messer-mann (besser bekannt als der messerstecher), pyromanen-protest (linke brandstifter in berlin, die luxusautos aus protest gegen die veränderung der mieterstruktur in den vom mittelstand okkupierten stadtbezirken berlin-friedrichshain und prenzlberg in brand stecken), tokio-tom (gitarrist von tokio hotel, klingt irgendwie chinesisch, ach nee – japanisch), geiselgangster (natürlich der geiselnehmer – kreischt aber weniger in den ohren).

beliebte schlag:wörter, die dem drama die nötige aufmerksamkeit bringen sollen, sind kombinationen mit angstbehafteten wörtern: horror (horror-crash, horror-bilder), schrecken (schreckensnacht, schreckgespenst), terror (terrortäter statt terrorist, terrortrauma)… das kann man bis in die unendlichkeit fortführen und an jedem zeitungskiosk studieren. die schlagzeilen knallen wie ein pistolenschuß.

ich setze jetzt mal den verbalen schalldämpfer auf und ende mit: katzenkissen können nichts. und ich bin nur der dosenöffner für die katz.

katzenkissen

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