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Mit ‘geruch’ verschlagwortete Einträge

für den urmenschen hatte der geruchssinn zunächst hauptsächlich eine überlebensfunktion. neben dem dienst für die ernährung warnte er vor naturkatastrophen oder wetterumschwüngen, wies auf wachstums- und verwesungsprozesse hin. über die körpergerüche ließen sich gruppenzugehörigkeit und paarungsbereitschaft bestimmen. aus diesem kontext treten erstmals gerüche hervor, die durch verbrennen entstehen, als der mensch feuer und rauch zu [...]

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genuß und leidenschaft bilden den ausgangspunkt zahlreicher literarischer auseinandersetzungen über den geruch, so zum beispiel marcel prousts roman auf der suche nach der verlorenen zeit oder die gedichte des synästhetikers charles baudelaire in dem sammelband die blumen des bösen.[1] baudelaires gedicht das haar schildert die macht der gerüche über leidenschaftliche erinnerungen und läßt sie in [...]

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je dunkler die wolken über leipzig am pfingstwochenende, um so farbenprächtiger zeigte sich das partyvolk des wave-gotik-treffens (wgt 2009). möchte der ortsfremde meinen, es handle sich um eine ansammlung von vorwiegend in trauerfarben gekleideten menschen, irrt er. die schwarze szene ist bunt, und selbst für außenstehende wie mich sind die unterschiede recht deutlich. nur kann [...]

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auszug aus meiner magisterarbeit ‘a rose is a rose is a rose (gertrude stein) – geruchskostüme in der kunst’
1999 etablierte sich an der hochschule für kunst und gestaltung burg giebichenstein in halle der bundesweit erste studiengang multisensuelles design, der sich forschungen in den bereichen akustik- und olfaktorikdesign in zusammenhang mit traditionell visueller gestaltung zur ganzheitlichen [...]

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riechen als dualismus
auszug aus meiner magisterarbeit ‘rose is a rose is a rose’ (gertrude stein) – geruchskostüme in der kunst

das deutsche wort nase geht zurück auf die begriffe naris aus dem lateinischen und dem altindischen nasa. letzteres ist ein dualwort und beinhaltet zwei wesen oder verbformen für zwei zusammengehörige tätigkeiten und vorgänge, nämlich das atmen [...]

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das ieeehhhbuch oder besser ebook bietet so viel lesekomfort. dank libri-werbung kenne ich nun die technischen details, maße & masse. ich könnte in 260 gramm leichter hightech knister- und knitterfrei in zwei vorinstallierten romanen und unzähligen romanauszügen blättern. u-bahn-gerechte häppchen-literatur. ende unbekannt, gerade wenn es spannend wird. das ebook-gesetz der fernsehserie. entweder du zahlst nun, [...]

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allmorgendlich öffnen sich müde lider, schleppen beine das menschenkind in richtung toilette. blicken verschlafene augen auf eine flasche duschgel. starren, glotzen noch mal. das gehirn meldet einen ersten sprachalarm am morgen. die duftmischung nennt sich lemongrass/olivenmilch (den herstellernamen verschweige ich absichtsvoll). wer textet eigentlich immer diese vermaledeiten verpackungsaufdrucke, die dann auf dem stillen örtchen aus [...]

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auszüge aus meiner  magisterarbeit „rose is a rose is a rose“ (gertrude stein) – geruchskostüme in der kunst
kapitel 5.8. exkurs: le pétomane
b:anale körperunst
joseph pujol ist ein perfektes beispiel für die verdrängung der ‚niederen’ sinne und des ‚trivialen’ aus den offiziellen kunstannalen. mit den ‚afterkunst-performances’ begann er seine karriere in den 90er jahren des 19. jahrhunderts [...]

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